Trend geht zu kleineren Gestecken

Interview mit Kreisgärtnermeister Wolfgang Neubert aus Glauchau

Glauchau. 

Vor dem Totensonntag fertigen die Gärtnereien in der Region viele individuelle Gestecke, die einen Platz auf den Grabstellen bekommen. Kreisgärtnermeister Wolfgang Neubert aus Glauchau beantwortet die wichtigsten Fragen zu diesem Thema im Interview.

Welche Tendenzen stellen Sie fest?

Es wächst vor allem die Nachfrage nach kleineren Gestecken. Das ist auf die Entwicklung der Bestattungskultur zurückzuführen. Auf den Friedhöfen gibt es mehr Urnengräber als Erdbestattungen. Dadurch bestellen die Kunden oft kleinere Varianten von Gestecken und Kissen für den Friedhof. Wir setzen ausschließlich auf einheimische Produkte und auf eine hohe Qualität. Damit ist die Haltbarkeit bis ins Frühjahr gewährleistet.

Was kommt alles in die Gestecke?

Wir bevorzugen vor allem Blaufichte. Sie ist lange haltbar und stellt einen schönen Kontrast zum Moos und zu den Tannen dar. Für die Gestaltung verwenden viele Gärtnereien getrocknete Früchte. Bei den Tagen der offenen Gärtnereien, die momentan stattfinden, können sich die Kunden in vielen Unternehmen auch über die Entstehung der Gestecke informieren. Damit wollen wir auch einen Beitrag zur Wertvermittlung leisten. Die Gestecke sind Unikate und keine Serienproduktionen.

Welche Tipps können Sie für die Vorbestellungen geben?

Kunden, die konkrete Vorstellungen haben, können die Gestecke natürlich im Vorfeld auch am Telefon bestellen. Es gibt viele Leute, die jedes Jahr auf eine ähnliche Gestaltung setzen. Viele Kunden äußern ihre Wünsche auch direkt in den Gärtnereien. Vorbestellungen erleichtern den Mitarbeitern in den Fachbetrieben sicherlich die Vorbereitung.