Wechselburg: Entscheidungen fallen im nächsten Jahr

Gemeinde Geschichte der Stadt zur 850-Jahrfeier

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Wechselburg feiert im nächsten Jahr seine 850-Jahr-Feier. Foto: Funke

Wechselburg. Seit der Eingemeindung von Göhren, Mutzscheroda, Nöbeln und Zschoppelshain 1994 zählen insgesamt 12 Ortschaften mit knapp 2000 Einwohnern zu Wechselburg. Einst als Klosterdörfer zum Kloster Zschillen gehörend, sind die Orte eng mit Wechselburg verwachsen, ohne ihren eigenen Charakter verloren zu haben. Auf einer Fläche von 25,59 Quadratkilometern erstreckt sich die Gemeinde von der B 175 über die B 107 hinweg bis nach Zschoppelshain.

Eine Vielzahl an Sport-, Heimat- und Kulturvereinen tragen zum Gemeindeleben bei. In diesem Jahr erhitzten sich die Gemüter an der Grundschule, die aufgrund weniger Schulanfänger geschlossen werden soll. Nach zahlreichen Diskussionen in Schule und im Gemeinderat soll nun die Grundschule in freie Trägerschaft der H3 Early Excellence Center gGmbH übergehen. Der Gemeinderat hat einen dementsprechenden Beschluss gefasst, sodass bei Genehmigung das Schuljahr 2018/2019 unter neuer Trägerschaft fortgeführt wird.

Die Frage der Eigenständigkeit

Ein weiteres heißes Thema in der Gemeinde ist, die Eigenständigkeit zu erhalten oder das Zusammengehen mit Rochlitz. Bereits 2012 hatte die Gemeinde eine Bürgerbefragung in Briefform durchgeführt. Nur knapp 30 Prozent beteiligten sich daran und befürworteten damals den Zusammenschluss. 2015 erfolgte ein Bürgerbegehren, welches rechtlich unzulässig war. Nunmehr sind am 4. März alle Wahlberechtigten von der Gemeinde aufgerufen über die Zukunft Wechselburgs abzustimmen.

Am 11. Januar lädt Bürgermeisterin Renate Naumann Vertreter von Vereinen, Kirchen, aus dem Kloster, aus Kindereinrichtungen und der Grundschule zum Neujahrsempfang ins Rathaus ein.

850-Jahrfeier im nächsten Jahr geplant

Für 2018 laufen unterdessen die Vorbereitungen für die 850-Jahrfeier, die unter dem Motto "Wechselburger Leben Miteinander Geschichte" stehen wird. Unter der Leitung von Peter Ziemann haben sich fünf Gruppen gebildet, die sich um spezielle Arbeitsbereiche kümmern.

Es wird keinen Festumzug geben, dafür haben aber Mitglieder des Heimatvereins die Geschichte von Häusern im Ortskern erforscht und fertigen dazu Dokumentationen an. Zur Feier ist dann eine Häuserwanderung vorgesehenen mit kleinen Vorführungen durch Laiendarsteller an bestimmten Gebäuden.