Welt-Theater erhält Ehrennadel

Jubiläum Lichtspielhaus in Frankenberg nach 80 Jahren noch immer in Betrieb

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Foto: Ulli Schubert

Frankenberg. Rund 250 Besucher zum Jubiläum am Freitag und Sonnabend im Welt-Theater sind eine Zahl, mit der Vereinsvorsitzender Falk-Uwe Langer sehr zufrieden ist. 30 Mitglieder zählt der Verein, der sich den Erhalt und Betrieb des Hauses auf die Fahnen geschrieben hat und dafür von Frankenbergs Bürgermeister Thomas Firmenich mit der Ehrennadel der Stadt Frankenberg geehrt wurde.

Dass im altehrwürdigen Kino auch nach 80 Jahren noch Filmklassiker wie "Der Hirsch mit dem goldenen Geweih" oder "Der blaue Engel" mit historischer Technik ausgestrahlt werden können, dafür sorgen unter anderem die Filmvorführer Thomas Zschemisch, Matthias Röper und Andreas Gränz (v.l.), die am Samstag Besuch von ihrem Berufskollegen Karsten Thörmer (2.v.r.) erhielten.

Höhen und Tiefen durchlebt

Das 1937 gegründete Lichtspielhaus erlebte viele Höhen und Tiefen bis schließlich im Mai 2000 die Türen endgültig schlossen. 2009 waren es die Mitglieder der Arbeitsgruppe Denkmaltag, die in wochenlangen Vorbereitungen das Haus wieder zugänglich machten.

"Der Zuschauerraum war voller Müll, der Rang zugemauert", erinnert sich Falk-Uwe Langer. "Ich habe lange gebraucht, zum Kino eine Nähe aufzubauen", so der Vereinsvorsitzende, der in Chemnitz aufwuchs. Ganz anders war das offenbar bei vielen Frankenbergern, wie dann die überwältigende Besucherresonanz zum Tag des offenen Denkmals zeigte, worauf sich im November die Interessengemeinschaft Welt-Theater Frankenberg/Sa. gründete, die dann am 13. Dezember 2009 zum ersten Kinotag einlud.

Hier werden nicht nur Filme gezeigt

Seither gab es zahlreiche spannende Kino- und andere Erlebnisse. Denn längst finden hier auch Konzerte statt, kann man das Haus für private oder Vereinsveranstaltungen mieten. Auch melden sich immer mehr Schulen und Kitas, um interessante Projekte zu verwirklichen.

Schließlich tragen die Tänzer der Brocken Beat Crew, die hier trainieren, den Namen des Kinos in die Welt. Stadt und Vermieter haben sich mit verschiedenen Sanierungsmaßnahmen eingebracht, doch dass es das Liebhaberkino Welt-Theater Frankenberg nach acht Jahrzehnten noch gibt, ist in erster Linie dem ehrenamtlichen Engagement der Vereinsmitglieder und vieler Helfer zu verdanken.