Winterschäden in Mittelsachsen werden beseitigt

Verkehr Letztes Jahr wurden rund 1.800 Tonnen Asphaltmischgut verbraucht

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Foto: Harry Härtel

Mittelsachsen. Mit der Öffnung von einigen Mischwerken hat im Landkreis das Flicken der Straßen mit Heißmischgut begonnen. In den vergangenen Wochen wurden die größten Schäden bereits mit sogenanntem Kaltmischgut gefüllt, was aber nicht lange hält. Bei Fahrzeugen in den Meistereien Mühlau und Hainichen wurde die Winterdiensttechnik ab- und die Thermobehälter aufgebaut. Die Behälter haben ein Fassungsvermögen von drei bis fünf Tonnen und werden mit Gas betrieben. So bleibt das Mischgut über den ganzen Tag entsprechend heiß.

Der zuständige Referatsleiter Dirk Schlimper berichtet: "Die Winterschäden werden nach der Abfrage definitiv größer als in den Jahren zuvor sein. Konkrete Zahlen und daraus ableitende Bedarfe stehen endgültig erst nach der Befahrung mit dem Landesamt Ende März, Anfang April fest." Außerdem sei noch nicht überall der Frost richtig raus, erst dann sehe man das genaue Ausmaß. "Heute müssen die Arbeiten auf Grund der Witterung pausieren, sobald es aber nicht mehr so feucht ist und die Temperaturen etwas steigen, geht es mit dem Flicken gleich weiter", sagte er am Mittwoch.

Rund 1.800 Tonnen an Asphaltmischgut wurden 2016 zur Beseitigung der Schadstellen von den sechs Straßenmeistereien gebraucht. Dirk Schlimper: "Fakt ist, wir werden in diesem Jahr deutlich mehr benötigen. Bisher gibt es nur erste Schätzungen, die mit der Befahrung konkret qualifiziert werden." Im Bereich Hainichen wurde schon ein Fremdunternehmen zur Unterstützung für die Reparaturleistungen gebunden. Bisher haben die Straßenmeistereien etwa 52 Tonnen Heißmischgut verbraucht. Insgesamt ist der Landkreis für ein Netz von 1.600 Kilometern an Bundes-, Staats- und Kreisstraßen für die technische Unterhaltung zuständig.

Arbeit des Winterdienstes weitgehend beendet

Anfang der Woche war auch der Winterdienst noch im Einsatz. Rund 14.000 Tonnen Salz sind in dieser Saison verbraucht worden und damit rund 4.000 Tonnen mehr als im vergangenen Jahr. Beispielsweise waren am Montag zehn Fahrzeuge im Winterdienst und führten Kontrollfahrten durch, am Dienstag waren es 17 mit einem Salzverbrauch von 14 Tonnen. Mittlerweile wurde mit dem Rückbau der Schneezäune begonnen, die auf einer Länge von rund 60 Kilometern an den Straßen standen.