"Er ist jung und sexy": Marcel Reif nennt bei Lanz seinen Favoriten auf den CDU-Vorsitz

Früher hat der Sport-Moderator Marcel Reif unter Fußballfans stark polarisiert, heute sitzt er entspannt bei "Markus Lanz" und spricht über Fußball, seine Zeit als London-Korrespondent und die Vorgänge in Thüringen und bei der CDU. Dazu hat er eine klare Meinung.

Früher hat der Sport-Moderator Marcel Reif unter Fußballfans stark polarisiert, heute sitzt er entspannt bei "Markus Lanz" und spricht über Fußball, seine Zeit als London-Korrespondent und die Vorgänge in Thüringen und bei der CDU. Dazu hat er eine klare Meinung.

Marcel Reif hat sich bei "Markus Lanz" im ZDF festgelegt, wer nächster CDU-Vorsitzender werden sollte: "Wenn ich mich - als Schweizer Staatsbürger - entscheiden müsste, würde ich Jens Spahn favorisieren. Er ist jung, sexy und durchsetzungsstark. Er steht auch nicht für die alte CDU und deren Mauscheleien. Aber ob er mehrheitsfähig ist, bezweifle ich." Auch sonst hielt sich der frühere Sport-Moderator, der Anfang der 80er-Jahre als London-Korrespondent fürs ZDF tätig war und heute in der Schweiz lebt, mit seiner Meinung zur Politik nicht zurück.

Zu den Vorgängen im Thüringer Parlament beispielsweise erklärte er: "Dieser Irrsinn muss aufhören!" Sonst würden am Ende nur die AfD und Björn Höcke triumphieren, die nichts weiter zu tun brauchen, als dem ganzen Theater dort zuzuschauen. "Nein", sagte Reif, "denn wir wissen, wie es richtig geht!" Auch die Journalisten seien in der Pflicht, meinte er: "Auch wenn sie sich manchmal in der Formulierung vergaloppieren, sollten sie den Politikern dort klar machen: Das geht so nicht - und sie dazu bringen, zurückzurudern oder sich deutlicher zu artikulieren."

Gegen Ende der Lanz-Sendung blickte Reif nochmals auf seine erfolgreiche Karriere als Sportmoderator zurück: "Ich habe immer Gegenwind erfahren, aber das ist wohl normal im Sport. Heute wird alles verklärt. Das ist zwar sehr angenehm, aber genauso unglaubwürdig wie damals, als ich unter den Fans polarisiert habe. Aber ich wollte nicht nur das Spiel beschreiben, sondern kommentieren. Dann wertest du es und beziehst eindeutig Stellung."

Sein neues Buch "Auswärtsspiel" hat er seinem früheren Chef beim ZDF gewidmet. Dieter Kürten habe ihm eine wichtige Erkenntnis mit auf den Weg gegeben, erklärte er: "Fußball ist sehr wichtig, aber was essen wir heute Abend?"