"Es macht mich wütend": Peter Maffay spricht über das Attentat von Halle

Auch Sänger Peter Maffay zeigt sich geschockt vom Anschlag auf eine Synagoge in Halle. Die Hoffnung, dass die Gesellschaft noch zu retten ist, will er allerdings keinesfalls aufgeben.

Auch Sänger Peter Maffay zeigt sich geschockt vom Anschlag auf eine Synagoge in Halle. Die Hoffnung, dass die Gesellschaft noch zu retten ist, will er allerdings keinesfalls aufgeben.

Die Talkshow "3nach9" feierte am Dienstagabend als "TALK am Dienstag" Premiere im Ersten. Einer der Gäste der Moderatoren Giovanni di Lorenzo und Judith Rakers war Sänger Peter Maffay. Der 70-Jährige zeigte sich im Gespräch mit di Lorenzo erschüttert über das Attentat in Halle. Dort hatte in der vergangenen Woche ein schwer bewaffneter Mann versucht, in eine Synagoge einzudringen, zwei Menschen wurden getötet.

Maffay, dessen Lebensgefährtin aus Halle kommt und nur 200 Meter entfernt von dem Ort, an dem der Anschlag passierte, wohnt, hält sich regelmäßig in der Stadt auf. Vor zwei Tagen sei er zu der Synagoge gefahren, so der Sänger, und habe die Kerzen und Blumen betrachtet. "Es macht einen betroffen und wütend, dass in einer Demokratie wie der unseren Dinge dieser Art passieren", zeigt sich Maffay geschockt. "Ich persönlich versuche mir vorzustellen, welche Rampe muss irgendjemand haben in seiner Entwicklung, um zu diesem Zynismus, zu dieser menschlichen Kälte zu kommen."

Der schreckliche Vorfall zeige, wie sehr einige in der Gesellschaft anfangen, wegzudriften und "uns der gesellschaftliche Konsens verloren geht", so der Sänger weiter. "Ich kann nur hoffen, dass diese Geschehnisse uns den Mut nicht nehmen, dass man das alles korrigieren kann. Ich glaube daran. Es gibt ja auch eigentlich keine Alternative dazu."