"Ich fühle mich vergewaltigt": Madonna teilt gegen die "New York Times" aus

Madonna tobt: In einem Porträt der New York Times sieht sich die Queen of Pop despektierlich dargestellt. Die 60-jährige fühlt sich auf ihr Alter reduziert und griff zu einem drastischen Vergleich.

Die Queen of Pop is not amused: Madonna wettert bei Instagram heftig gegen die "New York Times". Grund für den Unmut der Sängerin ist ein dort veröffentlichter Artikel, in dem sich die 60-Jährige unfair behandelt fühlt. Die Atuorin hatte die Musikerin für das Blatt porträtiert, weil Madonna in der kommenden Woche ihr mit Spannung erwartetes neues Album "Madame X" veröffentlicht.

Die Pop-Legende erklärte nun, dass sie sich vom Text "vergewaltigt" fühle. Die gewählte Analogie rechtfertigt sie damit, dass sie tatsächlich im Alter von 19 Jahren Opfer einer Vergewaltigung geworden sei. Die Autorin reduziere sie in ihrem Artikel auf ihr Alter und verliere sich in der Beschreibung von trivialen und oberflächlichen Details.

Wäre sie ein Mann, so hätten die "niemals endenden Kommentare über ihr Alter" überhaupt keine Erwähnung gefunden, so Madonna. Das Porträt verdeutliche demnach, dass die "ehrwürdige NYT" einer der "Gründerväter des Patriarchats" sei. Madonna hingegen werde niemals aufgeben, dieses zu bekämpfen: "Tod dem Patriarchat!", postuliert die Sängerin von Hits wie "Like A Prayer", "Frozen" und "4 Minutes".

Sinkt Madonnas Stern?

Tatsächlich schreibt die Autorin in ihrem Artikel, dass Madonna einst ein dominantes Vorbild der Weiblichkeit in den USA gewesen sei, nun aber im Alter von 60 Jahren mit Künstlerinnen mitzuhalten versuche, die "zwei Generationen jünger" seien. Die Kritik triff Madonna in einer offenkundig schwierigen Phase ihrer Karriere. So erntete Madonna für ihren gesanglich missratenen Auftritt beim diesjährigen Euorvision Song Contest viel Spott in den sozialen Medien.

"Madame X", das neue Album der Künstlerin, die seit Jahren dafür bekannt ist, sich immer wieder ein neues Image zu verpassen, stieß allerdings in englischsprachigen Medien bislang auf ein überwiegend positives Kritikerecho.