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Jamaika trauert: Reggae-Legende Lee "Scratch" Perry verstorben

Mit Lee "Scratch" Perry verstarb eine Ikone der Reggae-Musik, die sogar mit Paul McCartney und The Clash zusammenarbeitete. Jamaikas Premierminister sprach von einer der "wichtigsten und kreativsten Figuren", die das Land je hervorgebracht habe.

Die Karibikinsel trauert um einen großen Musiker: Am Sonntagmorgen verstarb die jamaikanische Reggae-Legende Lee "Scratch" Perry in einem Krankenhaus auf Jamaika. Er wurde 85 Jahre alt, die Todesursache blieb zunächst unbekannt.

Der Premierminister des Landes, Andrew Holness, äußerte sich zum Tod des einheimischen Künstlers, der zu den wichtigsten Wegbereitern des Reggae zählt: "Zweifellos hat Jamaika heute den Rhythmus und die Seele einer produktiven Musikikone verloren, die viele inspiriert hat", erklärte Holness. "Lee'Scratch' Perry war wahrhaftig eine der wichtigsten und kreativsten Figuren, die Jamaika hervorgebracht hat."

Der 1936 als Rainford Hugh Perry geborene Sänger und Produzent gilt seit den 60er-Jahren als ein Pionier des Reggae, ebenso als Vorreiter des verwandten Genres Dub. Sein Einfluss blieb jedoch nicht auf diese Genres beschränkt: In der gesamten Musikwelt wurden seine Produktionstechniken aufgegriffen und dienten als Vorbild für andere Künstlerinnen und Künstler.

Zusammenarbeit mit Paul McCartney und The Clash

Beeindruckend lesen sich insbesondere "Scratch" Perrys Kooperationen mit anderen Musiklegenden: Neben dem wohl bekanntesten Reggae-Künstler Bob Marley - ebenfalls Jamaikaner - arbeitete er auch international mit großen Künstlerinnen und Künstlern zusammen: Darunter finden sich Namen wie Paul McCartney, The Clash sowie die Beastie Boys. 2003 wurde Perry, der gerne den Exzentriker gab, für sein Album "Jamaican E.T." mit dem Grammy für das beste Reggae-Album geehrt.

Jahrelang lebte Lee Perry in Europa, zuletzt in der Schweiz. Erst vor Kurzem kehrte er auf seine Heimatinsel zurück. Offenbar waren die "Reggae-Vibes" in der Alpenrepublik nicht dieselben. Im Januar teilte er via Instagram mit, er würde die Sonne Jamaikas vermissen und dass die "Energie" in der Schweiz - insbesondere durch die Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 - schlecht sei.