Ludwig "Lucki" Hofmaier: So kurios wurde er für "Bares für Rares" entdeckt

Bei "Bares für Rares" ist Ludwig Hofmaier schon längst nicht mehr wegzudenken. Wie er für die Trödel-Show entdeckt wurde und worin das Geheimnis seiner bunten Hemden-Kollektion besteht, verriet er jetzt im Interview.

Die Trödelshow "Bares für Rares" bleibt für das ZDF weiter ein Quotenwunder. Teilweise sind am Nachmittag über drei Millionen Zuschauer dabei, wenn Antiquitäten, Kuriositäten und andere edle Stücke die Besitzer wechseln. Neben Gastgeber Horst Lichter haben die Fans auch die Händler längst ins Herz geschlossen. Besonders Ludwig Hofmaier hat sich mit seinem niederbayrischen Charme als Zuschauerliebling etabliert. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau erinnerte sich der 77-Jährige nun daran zurück, wie er zu dem kultigen Format kam.

Alles begann 2013 am Stand des Trödelexperten auf der Antikmesse in Bonn. "Ich wurde von einer jungen Dame angesprochen, die sagte: Wir könnten Sie brauchen. Melden Sie sich doch bei unserem Casting an", schilderte Hofmaier. Doch die Dame hatte nicht mit dem gesunden Selbstbewusstsein des Bayern gerechnet. Ein Casting? "Das mache ich nicht!", habe "Lucki" entschieden entgegnet. "Wenn ihr mich wollt, dann ruft ihr mich an!" Und genau so kam es dann ach. Zwei Wochen später erfolgte der Anruf und das Engagement war unter Dach und Fach.

Mit bunten Hemden in den Bieterkampf

Seither tat sich der 1,55 Meter große Lucki mit Witz, Charme und seiner bayerischen Lebensfreude bei "Bares für Rares" hervor - und mit seinen farbenfrohen Hemden. Das Geheimnis hinter den etwa 200 bunten Oberteilen sieht Hofmaier in partnerschaftlicher Zusammenarbeit: "Ich suche mir gerne Stoffe aus, und meine Frau näht mir dann die Hemden. Das war schon immer so."

Trotz seiner liebenswürdigen Art und dem lockeren Kleidungsstil ist mit dem Niederbayern am Händlertisch nicht zu scherzen. Das musste bei einem angebotenen Steiff-Reitbären einst auch seine Händlerkollegin Sandra V. Schäfer feststellen. Im Bietergefecht zeigte sich Hofmaier unerbittlich, schnitt seiner Konkurrentin sogar das Wort ab und sicherte sich am Ende das Tier für 360 Euro. Verkauft hat er ihn anschließend nicht: "Meine Enkelkinder reiten heute noch darauf mit der höchsten Freude."