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Coronatests werden ab Montag kostenpflichtig

regelung Freiberg und Stollberg bilden Ausnahme

Ab kommenden Montag werden die Corona-Tests in Sachsen nicht mehr für alle Personengruppen kostenlos sein. Das bedeutet, es können sich nur noch bestimmte Gruppen unentgeltlich testen lassen.

Ausnahme von Regelung für bestimmte Personengruppen

Zu diesen Gruppen zählen, laut Angaben der Bundesregierung, Personen, die zum Zeitpunkt der Testung noch keine zwölf Jahre alt sind oder erst in den letzten drei Monaten vor der Testung zwölf Jahre alt geworden sind. Auch Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht oder noch nicht gegen das Coronavirus impfen lassen können, wie zum Beispiel Schwangere im ersten Schwangerschaftsdrittel, müssen für Tests weiterhin nichts bezahlen. Auch ausländische Studierende, die sich für ein Studium in Deutschland aufhalten und sich mit einem nicht in Deutschland anerkannten Impfstoff haben impfen lassen, können bis zum Ende des Jahres noch kostenfreie Testangebote in Anspruch nehmen.

Weiterhin ausgenommen sind Personen, die sich aufgrund einer nachgewiesenen Corona-Infektion in Quarantäne begeben mussten, können sich weiterhin kostenlos testen lassen, wenn die Testung zu einem Ende der Absonderung erforderlich ist. Genauso Personen, die an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus teilnehmen oder in den letzten drei Monaten vor der Testung an solchen Studien teilgenommen haben.

Kosten der Tests variieren je nach Anbieter

Wie viel die Tests am Montag kosten sollen, ist bisher noch unklar. Wie Radio Chemnitz berichtet, will der Freistaat Sachsen keine Vorgaben dahingehend machen und die Finanzen den Anbietern überlassen. Um weiterhin kostenlose Tests durchführen zu lassen, wird ein entsprechendes ärztliches Attest oder ein Mutterpass sowie ein entsprechender Studierenden- oder Schülerausweis benötigt.

Stollberg und Freiberg bieten weiterhin kostenlose Tests

Allerdings gibt es auch noch Ausnahmen von dieser Regelung. So haben beispielsweise die Städte Freiberg und Stollberg entschieden, dass sich Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin kostenlos testen lassen können. Dazu bietet je ein Testzentrum weiterhin die Möglichkeit der kostenlosen Tests an. Um nachzuweisen, dass man tatsächlich seinen Hauptwohnsitz in einer dieser Städte hat, benötigt man für den Test seinen Personalausweis.

Freibergs Oberbürgermeister Krüger begründet die Entscheidung wie folgt: "Wir unterbreiten den Freibergern das Angebot zu kostenlosen Tests, um einen Beitrag zur Eindämmung des Infektionsgeschehens zu leisten. Es ist aus meiner Sicht nicht zielführend, die Tests auszusetzen oder die Hürden so hoch zu machen, dass sie von den Bürgern nicht mehr angenommen werden." Die hohen Kosten würden seiner Meinung nach das frühzeitige Erkennen von Infektionsketten verhindern.

Marcel Schmidt, Stollbergs Oberbürgermeister, sieht die Lage ähnlich wie Krüger. "Wir wollen auch Menschen mit geringeren Einkommen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen."

Warum kostenpflichtige Tests?

Wer sich impfen lassen kann, aber nicht will, muss die Tests von jetzt ab selber bezahlen.

Viele Städte wollen keine Kosten für Corona-Tests übernehmen. "Es ist nicht Aufgabe der Kommune, diese Art der Gesundheitsvorsorge zu finanzieren", sagt Bernd Birkigt, Bürgermeister von Oelsnitz im Erzgebirge. Er wolle nicht werten, aber jeder habe ein Impfangebot bekommen und müsse dafür selbst die Verantwortung tragen.