Virtuelle Besuche per Videotelefonie im sächsischen Justizvollzug

Corona Kontaktmöglichkeit im Sinne eines familienorientierten Strafvollzugs

Dresden. 

Dresden. Seit gestern sind in zehn Justizvollzugsanstalten an 33 extra eingerichteten Plätzen virtuelle Besuche per Videotelefonie möglich.

Justizministerin Katja Meier: "Das derzeit durch die Corona-Pandemie ausgelöste und in allen Bundesländern geltende Besuchsverbot stellt für viele Gefangene und ihre Angehörigen eine große Belastung dar. Um diese abzumildern, haben wir in kürzester Zeit in allen sächsischen Justizvollzugsanstalten Besuchsmöglichkeiten per Videotelefonie eingerichtet. Gefangene können damit ihre Angehörigen und Freunde auch wieder sehen.

Gerade für Eltern und Kinder ist das Besuchsverbot gravierend

Gerade für Eltern und Kinder ist das Besuchsverbot besonders gravierend. Dass mit dieser Technik Gefangene Kontakt zu ihren Kindern halten können, ist im Sinne eines familienorientierten Strafvollzugs enorm wichtig und stärkt die sozialen Bindungen. Wenn Gefangene nach ihrer Haftentlassung zu ihren Angehörigen in eine funktionierende Beziehung zurückkehren können, trägt dies maßgeblich dazu bei, die Wiedereingliederung in die Gesellschaft nach der Entlassung zu erleichtern und ein Leben ohne Straftaten zu führen."

In den vergangenen vier Wochen waren Kontakte nach außen aufgrund der Schutzmaßnahmen bezüglich Coronas nur per Telefon oder Brief möglich.