Was passiert, wenn der Chef in Rente geht?

Unternehmens-nachfolge Umfrage unter sächsischen Firmen - hier die Ergebnisse

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Foto: Demaerre/Getty Images/iStockphoto

Sachsen. Im Freistaat Sachsen stehen jährlich über 1000 altersbedingte Unternehmensübergaben an. Die erfolgreiche Nachfolge ist also ein zentrales Thema zur Sicherung und Weiterentwicklung der sächsischen Wirtschaftsstruktur.

Die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern sowie der Landesverband der freien Berufe haben erstmalig eine Umfrage zur Unternehmensnachfolge unter ihren Mitgliedern durchgeführt.

Jeder fünfte will schließen

Dabei ergab sich, dass 72 Prozent der Unternehmen bisher keine konkrete Nachfolgeregelung getroffen haben, 27 Prozent planen eine familieninterne Nachfolge, 20 Prozent planen die Schließung des Betriebes und 48 Prozent der Betriebe sind unschlüssig über die Übergabeform: Schenkung, Erbfolge oder Verkauf oder die Verpachtung.

Zwischen Herbst 2016 und Frühjahr 2017 beteiligten sich 2.764 Unternehmen, deren geschäftsführender Gesellschafter, Geschäftsführer oder Inhaber 50 Jahre oder älter ist, an der Umfrage.

Leipzigs Handwerkskammerpräsident Claus Gröhn rät: "Erfahrene Nachfolgeexperten bieten für den gesamten Übergabeprozess umfangreiche Unterstützung - sowohl für Übergeber als auch für potenzielle Nachfolger."

Sächsische Aktionstage

Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) informiert zusammen mit Banken, Kammern, Gründungsinitiativen und Verbänden zu allen Fragestellungen und Themen rund um die Unternehmensnachfolge vom 19. bis 23. Juni im Rahmen der Sächsischen Aktionstage Unternehmensnachfolge.