Kunstprojekt "50 Städte - 50 Spuren" im Malzhaus

Ausstellung Kunst soll Verbindungen herstellen und Frieden begünstigen

Plauen. Am 5. April um 19 Uhr wird Bürgermeister Steffen Zenner in Vertretung des Oberbürgermeisters die Ausstellung "50 Städte - 50 Spuren" in der Galerie im Malzhaus eröffnen. Diese ist im Rahmen des internationalen Mayors for Peace-Kunstprojektes "Eine Welt ohne Atomwaffen" entstanden. "Kunst baut Brücken und schafft Begegnung. Begegnung verbindet und schafft Vertrauen, Verständigung und Freundschaft. Begegnung braucht Auslöser und Impulse. Wie die Mayors for Peace ein weltumspannendes Netzwerk bilden, so verbindet auch die Kunst über Grenzen hinweg - selbst ohne Worte", so heißt es in der Projektbeschreibung.

Die Stuttgarter Künstlerin Klaudia Dietewich hat aus bisher 50 Mitgliedsstädten von Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden) "Spuren" zusammengestellt. Sie nimmt in den Städten Spuren des alltäglichen Lebens auf den Straßen und an Wänden in den Blick, stellt sie mit ihren Augen in einen künstlerischen Zusammenhang. In der Regel geht man achtlos darüber hinweg: Kritzeleien, Markierungen, Reifenabriebe, Farbreste, Öllachen oder Risse. Mit ihrem Konzept stellt Klaudia Dietewich ihr Schaffen bewusst in einen politischen Kontext. Die Spuren aus Mayors for Peace-Städten sollen aufzeigen: "Städte dürfen keine Ziele sein."

Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer: "Der 2. Weltkrieg hat in Plauen starke Spuren hinterlassen - 14 Luftangriffe haben die Stadt zu 75 Prozent zerstört. Die Geschichte soll und darf sich nicht wiederholen, daher engagieren wir uns bei Mayors for Peace und unterstützen das Kunst-Projekt ‚50 cities 50 traces‘. Kunst überwindet Sprach- und Verständigungsbarrieren, verbindet Menschen und führt zum Dialog miteinander. Das kann Konflikte vermeiden und schließlich für Frieden sorgen."

 

Plauen, seit 1. März 2010 Mitglied von Mayors for Peace, ist ebenfalls mit einer Spur vertreten. Klaudia Dietewich und der Leiter des Projektbüros, Dr. Raimund Menges, werden zur Eröffnung persönlich anwesend sein. Die Ausstellung kann bis 5. Mai besucht werden. Der Eintritt ist frei.

 

Öffnungszeiten:

Di-So & feiertags: 13 bis 18 Uhr

montags geschlossen

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.klaudiadietewich.de

www.50cities-50traces.org

 

Hintergrund:

Das internationale Netzwerk "Mayors for peace" (Bürgermeister für den Frieden) wurde im Jahr 1982 als internationale Nichtregierungsorganisation (INGO) in Japan, genauer in Hiroshima, durch die Initiative des damaligen Bürgermeisters Takeshi Araki gegründet. Den Mayors for Peace gehören aktuell 2701 Mitgliedsstädte in 163 Ländern/Regionen an - 613 Städte aus Deutschland sind dabei. Ziel der INGO ist, Einfluss auf die weltweite Verbreitung von Atomwaffen zu nehmen und diese zu verhindern. Auch Plauens Partnerstadt Siegen ist bereits seit 1986 Mitglied bei Mayors for Peace.