Thomy Sesselmann haben alle lieb

Geburtstag Zum 60. Ehrentag kamen die Fußballpromis nach Plauen

Plauen. 

Für ein paar Stunden war er in Plauen zu Gast. Der ganz große Fußball. Zum 60. Geburtstag von Thomas Sesselmann freute sich der Jubilar über unglaublich viel Prominenz. Der inzwischen berühmteste Mannschaftsleiter des Vogtlandes feierte genau vor 20 Jahren zusammen mit Mitstreiter Herbert Büttner (leider verstorben) den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte des VFC Plauen. Das brachte den Helden von damals Ruhm und Ehre ein. "Wir sind 1999 Fünfter geworden. In der 3. Liga. Wahnsinn oder? Und im Sachsenpokal-Endspiel haben wir Erzgebirge Aue den Pott weggenommen", erzählt Thomy voller stolz. Der Fußball, das war, das ist und das bleibt sein Leben.

 

Thomas Sesselmann will mit Wolfsburg Deutscher Meister werden

 

Natürlich schwelgten die 75 Ehrengäste in Erinnerungen. Thomas Sesselmann (geboren am 4. Mai 1959) stürmte früher für Vorwärts Plauen (1977 - 1983) und die BSG Motor/Wema/Aufbau Plauen (1983 - 1990) sowie deren Nachfolger VFC Plauen (ab 1990), wo er 1995 nach Ende seiner aktiven Laufbahn in den Betreuerstab wechselte. Thomy arbeitete im Verein als Torwarttrainer, Zeugwart, Stadionarbeiter, Nachwuchstrainer und eben als Mannschaftsleiter. Im Jahr 2016 stellte der ehemalige VFC-Profi Thomas Boden den Kontakt zum VfL Wolfsburg her, wo Thomas Sesselmann seither als Mannschaftsleiter der A-Jugend-Bundesliga-Mannschaft tätig ist. "Und er ist bei uns genauso beliebt wie bei euch in Plauen", verriet Thomas Reis (ehemals Eintracht Frankfurt, VfL Bochum). Der heutige Ausbildungs-Cheftrainer des VfL Wolfsburg macht sich mit seiner U19-Jugendmannschaft gerade auf den Weg zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Und Thomas Sesselmann ist Teil dieser Truppe. "Wir stehen als Nordostdeutscher Meister im Halbfinale und wollen jetzt den VfB Stuttgart aus dem Wettbewerb kicken", kündigen die titelhungrigen "Wölfe" an.

 

Die Bundesliga war zu Gast in Plauen

 

Trotz Trainings- und Punktspielstress war der VfL Wolfburg mit einem Kleinbus in Plauen angerückt. "Wir wollen unseren Thomy feiern und uns auch bedanken, dass er nun doch bei uns in Wolfsburg bleibt", verrieten Thomas Reis und sein komplett mitgereistes Funktionsteam. Thomas Sesselmann hat nämlich ziemlich großes Heimweh. Ehefrau Gabi Sesselmann klärte auf: "Thomy war im März bereits auf Arbeitssuche in Plauen, als die Wolfsburger ihn zu einem letzten Gespräch baten." Und in dem hat VfL-Geschäftsführer Jörg Schmadtke (früher Fortuna Düsseldorf, Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach) den Plauener noch überzeugen können, bis 2022 zu bleiben. Ganz zur Freude auch von Tino Vogel. Der ehemalige VFC-Trainer stieß noch einmal mit dem Geburtstagkind auf den Sachsenpokalsieg von 2004 an: "Thomy gehört auf den Fußballplatz. Und jetzt sehen wir uns vielleicht ab und an", hofft Tino Vogel, der im Auftrag von Ralf Rangnick als Scout für den Champions League-Teilnehmer RB Leipzig die Talentsuche übernommen hat.

 

Thomas Sesselmann sagt Dankeschön

 

Zu den Geburtstagsgästen gehörte zudem auch Michael Hiemisch, der extra aus Halle angereist war. Der frühere VFC-Coach klopft als Assistenztrainer von Torsten Ziegner mit dem Halleschen FC derzeit an die Tür zur 2. Bundesliga. "Wenn Thomy ruft, dann kommen alle", lachte Michael Hiemisch, der in der ehemaligen Gaststätte "Zum Vogtländer" ganz viele Bekannte traf. Unter anderem erhoben Jens Starke, Axel Schröter, Thomas Boden, Daniel Rupf, Christian Person, Irakli Gemazashvili, Marcel Schuch, Kai Zimmermann, René Schulze, Ricardo Persigehl und Udo Zenner das Glas. Höhepunkt eines unvergesslichen Abends war der Auftritt des "Original Vogtland-Echos". Denn die Stimmungsmusiker Dr. Volker Rausch und Frank Jahn sorgten dafür, dass sogar die Gäste aus den Bundesligaklubs alle Hemmungen vergaßen und so gefeiert wurde, wie es einst beim VFC Plauen Standard war. "Das ist das Einzige, was mir weh tut. Es ist ein Jammer, was aus meinem Verein geworden ist und ich hoffe sehr, dass es bald wieder aufwärts geht", verfolgt Thomas Sesselmann das Geschehen im Vogtlandstadion aus der Ferne. Er möchte heute öffentlich allen Gratulanten danken: "Allen, die mir geschrieben oder mich besucht haben. Ich hab euch lieb!"