Zeulenrodaer Spaßbad Waikiki vor großer Kur

Freizeit Hawaiianisches Ambiente zeichnet das Tropenbad aus

Zeulenroda. 

Zeulenroda. Die Badewelt mit hawaiianischem Ambiente ist über die Region von Zeulenroda hinaus bekannt und beliebt vor allem bei Familien. Eine Sanierung des bereits 1997 eröffneten Spaßbades ist unumgänglich, bedeutet aber für die Nachbarstadt einen finanziellen Kraftakt. "Wir wollen die Badewelt umbauen und befinden uns derzeit in der Planungsphase", umreißt Nils Hammerschmidt, Bürgermeister von Zeulenroda-Triebes, die gegenwärtige Situation des städtischen Eigenbetriebes. Gebaut werden soll, so ist es geplant, in den Jahren 2022 und 2023. Das ist zugleich auch innerhalb des Zeitraumes, in welchem sich die Kommune in der Haushaltssicherung befindet. Diese dauert bis zum Jahr 2026 an.

Inwieweit ist eine Sanierung überhaupt möglich im Konsolidierungszeitraum? "Das Ziel der Stadt ist, den jährlichen Kostenzuschuss von rund einer Million Euro für das Bad deutlich abzusenken", blickt der Bürgermeister nach vorn. "Dies wiederum entlastet den städtischen Haushalt um die entsprechende Einsparsumme." Die Kosten für die Sanierung werden momentan seitens der Stadt ermittelt. Nils Hammerschmidt: "Die Kommune hat einen maximalen Kostenrahmen vom Fördermittelgeber für den ersten Bauabschnitt von rund zehn Millionen Euro vorgegeben bekommen, mit der Inaussichtstellung einer Förderquote von 90 Proezent."

Was genau saniert werden muss? "Geplant ist die energetische Ertüchtigung des Bades, von den technischen Anlagen bis hin zur Beseitigung von Wärmeverlustquellen, wie die Erneuerung der Stegplatten auf der zu öffnenden Kuppel." Das Bad an sich soll attraktiver werden. "Um die Marke "Waikiki" zu stärken und noch verstärkter in den Mittelpunkt zu rücken", so der Bürgermeister. Es soll für den Besucher eine Wandlung des Bades im Innenbereich geben. Weiterhin ist geplant, das komplette Bad barrierefrei zu gestalten und auch den Saunabereich mit neuen Attraktionen zu versehen. Eine verstärkte Ausrichtung des Bades als Familienbad steht im Mittelpunkt hinsichtlich des Tropenbades. "Wie gesagt sind wir jedoch noch in der Planungsphase und wollen bis Ende September die inhaltliche Planung im ersten Schritt abgeschlossen haben", so Hammerschmidt.

Für die Besucher ist wichtig zu wissen: Mit einer Komplettschließung des Bades in der Bauphase muss gerechnet werden. "Schon allein aus Sicherheitsgründen bestehen hier Gefahrenquellen, aber auch die technische Umsetzung der einzelnen Bauphasen werden dies erfordern", sagt Nils Hammerschmidt. Das Waikiki-Spaßbad wurde, wie es wohl bei allen Bädern ist, von Anfang an seit der Eröffnung von der Kommune subventioniert. Für die Stadt Zeulenroda-Treibes gehört es jedoch auch heute zur Tourismusentwicklung dazu, die seit der Abschaffung des Trinkwasserstatus' und der Öffnung der Talsperre zur Freizeitnutzung an Fahrt aufgenommen hat. Zu den neuen Attraktionen gehören das Strandbad, die Seestern-Panoramabühne und die entstehenden Manoah-Urlaubshäuser.