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Nach der Wahl: Matthias Moosdorf (AfD) im Interview

Wahl Der 56-Jährige holte das Direktmandat für Zwickau

Matthias Moosdorf (AfD) gewann den Wahlkreis 165 (Zwickau), mit 25,6 Prozent der Stimmen. Der 56-Jährige ist Musiker, Publizist, Unternehmer und neu im Bundestag.

Was war Ihr erster Gedanke, als Sie das Ergebnis in Ihrem Wahlkreis erfahren haben?

Ich habe die Auszählung online sehr detailliert bis in die einzelnen Wahllokale verfolgt. Ich habe mich gefreut, dass wir offenbar einen Nerv getroffen haben in unserem Wahlkampf. Und ich war zunehmend mehr überwältigt, wie klug die Menschen trotz des medialen Trommelfeuers gegen die AfD abgestimmt haben.

Was hat Sie am Ergebnis der Bundestagswahl am meisten überrascht und warum?

Ich war nicht überrascht. Schon im Vorfeld bin ich jeden Tag an den verschiedenen Charts gewesen. INSA war am nächsten dran, fast genauso ist es gekommen.

Wie haben Sie Ihren Sieg gefeiert?

Zusammen mit meiner Frau. Ich bin ein mutiger, aber als Familienvater auch vorsichtiger Mensch. Deswegen habe ich erst gegen 22.30 Uhr die Flasche aufgemacht.

Welche Aufgaben wollen Sie als erste in Berlin und in Ihrem Wahlkreis anpacken?

In diesem Wahlkampf ging es von allen Seiten um Politikwechsel. Auch von unserer Seite. Wir wollen wieder ein normaleres Deutschland, andere politische Rahmensetzungen. Bildung statt Haltung, mehr Freiheit, mehr Selbstverantwortung, mehr nationale Souveränität, mehr Netto vom Brutto. Die Verwerfungen der 16 Merkel-Jahre sind ja auch in Zwickau spürbar. Viele davon sind Irrsinn, ideologisches Wünsch-Dir-Was. Das muss weg, neu aufgesetzt werden. Dann ändert sich das Leben auch hier, dann können die Menschen wieder freier atmen.

Was sagt Ihre Familie dazu, dass Sie nun viel Zeit in Berlin verbringen werden?

Wir haben in den letzten vier Jahren schon im Bundestag gearbeitet, an unterschiedlichen Aufgaben. Wir kennen die Herausforderung - und haben uns riesig gefreut. 

Das sind die Direktmandate für Sachsen.