Wurden zu viele Bäume gefällt?

Natur Natürschützer sind verärgert über viele Fällungen in Gersdorf

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Foto: Harry Härtel

Gersdorf/Oberlungwitz. Wie so oft in den Wintermonaten wurden wieder viele Bäume gefällt. Ob das immer notwendig und gerechtfertigt war, zweifeln Naturschützer und andere aufmerksame Beobachter an.

Kai Friedrich aus Gersdorf, der sogar einen Baumpatenschaft für einen markanten Baum in seinem Heimatort hat, kennt das Problem mit den Fällungen nur zu gut. "Es verschwinden so viele große Bäume, das wird immer schlimmer. Oftmals würde auch ein größerer Rückschnitt der Krone reichen, damit sinkt die Sturmlast ja auch und der Baum bleibt erhalten", sagt Friedrich, für den viele Fällungen nicht nachvollziehbar sind.

Bäume sind wichtig für die Natur

Oftmals seien die Menschen wahrscheinlich übervorsichtig, andere stören sich am Laub. Dass sie mit Fällungen nicht nur vielen Tieren eine Lebensgrundlage rauben, sondern auch ihre eigenen Lebensbedingungen schädigen, da die Luftqualität sinkt und der kühlende Effekt von Bäumen im Sommer fehlt, vergessen laut Friedrich viele. Deshalb fordert Kai Friedrich unbedingt Neupflanzungen und Raum für die Natur. Der wird auch in privaten Gärten gebraucht, um beispielsweise dem Insektensterben entgegenzuwirken.

"Es sollte Bereiche im Garten geben, wo die Natur Natur sein kann. Wird aller zehn Tage Rasen gemäht, gibt es keine Blüten und keinen Lebensraum für Insekten", Friedrich. Künstlerin Anja Elze wegen der Baumfällungen aufgebracht.

"Was genau passiert in den Köpfen einiger Leute, die solche Aktionen in Auftrag geben und in den Köpfen derer, die dies einfach ausführen, ohne einmal zu hinterfragen, was sie da genau tun", fragt sie und zweifelt die Notwendigkeit vieler Maßnahmen an.