Rekord: 760.000 Übernachtungen in Kurorten

Staatsbäderregion Mit neuem Profil und guter Infrastruktur Umsatz verdoppelt

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Im Bild v. li.: Olaf Schlott (Bürgermeister Bad Elster), Gernot Ressler (Geschäftsführer Sächsische Staatsbäder GmbH) und Helmut Wolfram (Bad Brambach) verkündeten, dass 2016 ein Rekordjahr war. Foto: K.Repert

Bad Elster/Bad Brambach. Von wegen im Kurort herrscht Langeweile. Bad Elster und Bad Brambach melden für 2016 insgesamt 760.000 Übernachtungen. Anreisen wurden 80.000 gezählt. Die Sächsische Staatsbäder GmbH präsentierte in dieser Woche wirklich spektakuläre Zahlen.

Geschäftsführer Gernot Ressler ließ wissen, "dass wir unseren Umsatz in nur sieben Jahren verdoppelt haben." Von 3,9 Millionen Euro (2009) kletterte der Umsatz auf 8,6 Millionen Euro. Was passieren kann, wenn mutig und mit Vernunft in die Infrastruktur investiert wird, das wird im "Vogtland-Zipfel" deutlich. 250 Millionen Euro sind hier seit 1990 verbaut worden. Die Bürgermeister Olaf Schlott (Bad Elster) und Helmut Wolfram (Bad Brambach) freuen sich nun nicht mehr nur auf Gäste aus Sachsen (53 Prozent). Auch die Besucher aus Thüringen (9 Prozent), Bayern (9 Prozent), Sachsen-Anhalt (5 Prozent) und Berlin (5 Prozent) sorgen für einen Geldsegen in der Kurregion.

Sächsicher Wellness liegt schwer im Trend

Der aktuelle Star im großen Ensemble mit sieben Kliniken, dem Institut für Gesundheitsforschung, der Med-Fachschule sowie dem riesigen Kulturangebot und wunderschönen Parkanlagen ist aber die Soletherme. Seit der Eröffnung (2015) kamen 170.000 Besucher. Ein wesentlicher Eckpfeiler ist auch das neue Vier-Sterne-Hotel "König Albert" in Bad Elster mit 240 verfügbaren Betten. Die beiden Bürgermeister bedankten sich jedoch nicht nur bei den großen Wirtschaftsunternehmen. "Es haben alle Anteil an dieser Erfolgsgeschichte. Ganz besonders eben auch die kleinen Herbergsbetriebe und Pensionen!" Bad Elster und Bad Brambach hatten sich vor etwa zehn Jahren von der Wellness-Inflation abgewandt. Klassische Wellness-Urlauber können heutzutage zwischen sich ähnelnden Angeboten in Spanien, Griechenland oder Deutschland auswählen.

Die Sächsische Staatsbäder-Region hat hingegen ein unverwechselbares Profil gewonnen. Mit Moor, Radon, Mineralquelle und 160 Jahren Kur-Tradition kann in dieser Kombination wahrscheinlich niemand mithalten. "Es kommen zu uns nicht mehr nur Kranke. Sondern auch sehr viele Gesunde, die gesund bleiben wollen", betont Staatsbäder-Geschäftsführer Gernot Ressler, der auch im Bereich der Tagesgäste von enormen Zuwächsen berichten kann.



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