66 Millionen Euro mehr für Fiskus

Steuer 1.200 Fahndungsprüfungen im vergangenen Jahr

Sachsens Steuerfahnder haben dem Fiskus im vergangenen Jahr laut Finanzministerium ein steuerliches Mehrergebnis von knapp 66 Millionen Euro eingebracht. Dazu Sachsens Finanzminister Matthias Haß: "Steuerhinterziehung ist eine Straftat und schadet dem Staat und unserer Gesellschaft. Die Sachsen sind insgesamt sehr steuerehrlich. Dennoch gibt es immer wieder Einzelne, die versuchen, auf Kosten der Allgemeinheit dem Staat Geld vorzuenthalten. Dass sich jeder an die Steuergesetze hält, ist ein Gebot der Steuergerechtigkeit. Unsere sächsischen Fahnderinnen und Fahnder liefern dazu einen ganz wichtigen Beitrag."

Steuerkriminalität wird immer digitaler

Mehr als die Hälfte des im Jahr 2018 aufgedeckten Steuerschadens - 37,2 Millionen Euro - entfällt auf die Umsatzsteuer. Der zweitgrößte Anteil mit 10,4 Millionen Euro ist der Einkommensteuer zuzurechnen. Mit der Digitalisierung der Wirtschaft und Gesellschaft haben sich auch die Begehungsformen von Steuerhinterziehung geändert: "Wir stellen fest, dass die Steuerkriminalität immer digitaler wird. Wir sind gut aufgestellt, um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten", betont der Finanzminister.

Rund 100 Fahnderinnen und Fahnder waren im Jahr 2018 für die drei sächsischen Steuerfahndungsstellen im Einsatz. Sie führten insgesamt rund 1.200 Fahndungsprüfungen durch.