Abgefahren: Auf 8 Rollen durch halb Chemnitz

Nici's Einblick So cool war das Chemnitzer Nachtskaten

Coole Musik, sportliche Menschen, Sonnenschein pur - das klingt stark nach einem perfekten Mittwochabend und das war der gestrige Abend auch.

Zahlreiche Menschen versammeln sich gegen 19.40 Uhr auf dem Chemnitzer Rosenhof. An den Füßen hatten sie die Skates geschnallt. Gute Laune machte sich breit, der eine oder andere geht mit dem Rhythmus der neusten Hits mit, welche aus dem Radio Chemnitz-Auto schallen. Bis zum Start des 2. Lauf des Chemnitzer Nachtskatens dauert es nicht mehr lang.

 

Skates an und ab geht es!

Auch ich schnüre mir die Skates und will es wissen. Mit meinen Freunden im Schlepptau gehen wir nun die 26 Kilometer durch halb Chemnitz an - das klingt nach einem super Abend. Auf Instagram begleite ich das Ganze live.

Die Tour führt vom Rosenhof zum Einsiedler Brauhaus, wo leckere Erfrischungsgetränke auf die Teilnehmer warten.  Pünktlich 19.50 geht es los - und mehr als 300 Skater, darunter auch Kinder starten hinter dem mit Musik dröhnenden Auto in Richtung Annaberger Straße.

In den Sommertagen fahre ich häufig Inlineskates. Mal den Chemnitztalradweg entlang oder andere ausgebaute Wege in der Region.

Heute spüre ich einen deutlichen Unterschied des Fahrens - es geht schwieriger. Der Asphalt auf den Straßen ist gröber und demnach die Kraftanstrengung größer. Das ist kein Problem für mich aber dieses flüssige Gleiten zu den herkömmlichen Wegen blieb aus.

 

Jetzt gehts bergauf!

Das Tempo der gesamten Truppe ist nicht gerade langsam, bis wir an der Werner-Seelenbinder Straße ankommen. Jetzt kam der Berganstieg. Ja, da spürt man die Anstrengung in den Beinen aber alle schaffen die Herausforderung. Am Kreisverkehr fahren wir links, dort gibt es erst einmal eine Trinkpause, bis es dann weiter in Richtung Erfenschlag geht und sich das Tempo wieder erhöht.

 

Juhu, Halbzeit!

Nach circa einer Stunde nach dem Start kommen wir am Einsiedler Brauhaus an. Alle unversehrt und glücklich. Der Veranstalter ist mehr als zufrieden. Für die Stärkung gibt es für jeden einen Corny-Riegel und ein kaltes Getränk. Langsam bricht die Dämmerung an, zum Glück habe die WIC zu Beginn des Laufes Knicklichter verteilt. Es leuchtet hier und da, ein Teilnehmer schmückt seinen Helm sogar mit Lichtern. Eine echt coole Runde mit tollen Leuten. Gestärkt geht es nun wieder zurück.

 

Wer oben ist muss auch wieder runter!

An der Werner-Seelenbinder Straße müssen wir natürlich den Berg auch wieder herunter. Ich löse mich von meinen Freunden, denn ich sehe, dass einige Fahrer des Eisschnelllaufclub Chemnitz mitfahren. Ich hänge mich an die Gruppe ran und will schauen, wie sie den Berg runtersausen. Sie haben an ihren professionellen Skates nämlich keine Bremsen. Sagenhaft welche Bremstechnik sie anwenden.

Im Windschatten der Skater bretterten wir den Berg runter. Die Schlaglöcher umfahre ich gekonnt. Am Hellweg an der Annaberger Straße ertönt vom Ordner: "Achtung wir halten an, wir halten an". Zum Glück habe ich, im Gegensatz zu den Eisschnellläufern einen Bremsklotz an meinen Skates. Alles geht gut und alle kommen heile an.

Nun geht es nur noch geradeaus wieder in Richtung Rosenhof. Nachdem ich nun knapp 2000 Kalorien verbrannt habe fühle ich mich wie neu geboren. Das kann ich jedem, der es sich zutraut, empfehlen. Zusammenfassend war es ein toller Lauf, eine coole Strecke und einfach eine gelungene Veranstaltung.

 

Dann ist wieder Nachtskaten angesagt

Die nächsten Läufe finden am 24. Juli (Strecke Wasserschloss Klaffenbach), 14. August (Strecke Himmelblau) und am 11. September (Strecke Reichenbrand) statt. Ich werde wieder mit dabei sein und ich hoffe Ihr auch.

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