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Chemnitz

"Abspeckkur" für kommunale Nutzfahrzeuge

Forschung TU-Wissenschaftler entwickeln ressourceneffiziente Sammelbehälter für E-Müllautos

Der Antrieb der Zukunft ist elektrisch, die Vorteile von Elektromotoren sind zahlreich: erhöhte Umweltfreundlichkeit, geringere Betriebskosten und die verminderte Lärmbelastung. Das wollen sich auch Kommunen zunutze machen, indem sie bei ihren Nutzfahrzeugen auf die moderne Antriebstechnik umrüsten. "Vor allem im Kurzstreckenbetrieb, wenn häufig angehalten und wieder beschleunigt werden muss, sind E-Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen effizienter als herkömmliche Verbrenner - zum Beispiel die bei der Abfallentsorgung zum Einsatz kommenden Müllwagen", erläutert Marcus Hartenstein, Mitarbeiter an der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung (SLK).

Die Forscher der TU Chemnitz wollen dabei vor allem einem Problem lösen: Das Batteriegewicht von 200 bis 300 Kilogramm führt dazu, dass die Ladung, die transportiert werden kann, nicht ausreichend ist. Um diesen Nutzlastverlust zu kompensieren, haben sich die SLK-Wissenschaftler mit fünf weiteren Forschungs- und Industriepartnern zusammengetan. Gemeinsam entwickeln sie einen ultraleichten und einfach herzustellenden Sammelbehälter für elektrische Abfallfahrzeuge. Das modulare und somit anpassbare System wird aus einer Rahmenstruktur und faserverstärkten Kunststoffplatten, sogenannten Organoblechen, zusammengesetzt. "Die ersten mit dem innovativen Behältersystem ausgestatten elektrischen Mülltransporter könnten schon bald im Einsatz sein", sagt Hartenstein. "Ein Prototyp für den kommunalen Versorgungsbetrieb soll schon im ersten Halbjahr 2021 fertiggestellt sein und im Praxisalltag erprobt werden. Anschließend wird, je nach Auftragslage, eine serielle Herstellung anvisiert."

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