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Arbeiten am letzten "Nadelöhr"

Bahn DB Netz AG investiert in Chemnitz bis 2020 rund 95 Millionen Euro

Vergangene Woche informierten Vertreter der DB Netz AG und der Stadt über die geplanten Umbaumaßnahmen am sogenannten "Chemnitzer Bahnbogen". Im Rahmen der Erneuerung der 545 Kilometer langen Sachsen-Franken-Magistrale ist vorgesehen, den noch ausstehenden 2,8 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen dem Hauptbahnhof und Chemnitz-Kappel grundhaft zu erneuern.

Eines der letzten "Nadelöhre" der Magistrale beinhaltet neben dem umstrittenen Abriss und Neubau des Chemnitztalviadukts vier weitere Ersatzneubauten für Eisenbahnüberführungen. So sollen die Brücken Augustusburger Straße, Bernsdorfer Straße, Reichenhainer Straße sowie Stollberger Straße erneuert werden. Der Haltepunkt Chemnitz-Mitte wird verschoben und soll künftig als Schnittstelle zwischen den Gleisnetzen von Eisenbahn und Straßenbahn dienen. Ebenso wie am Haltepunkt Südbahnhof investiert die Bahn hier in zeitgemäße Zugänge sowie neue Bahnsteigausstattungen und Beleuchtungskonzepte. Die Brücke an der Reichsstraße soll verschlossen werden. Zudem werden auf dem gesamten Streckenabschnitt Baumaßnahmen an Gleis- und Oberleitungsanlagen bei rollendem Zugverkehr durchgeführt.

Bereits 120 Millionen Euro flossen in den Umbau des Eisenbahnknotens Chemnitz Hauptbahnhof. Rund 95 Millionen Euro werden nochmals in den Abschnitt "Chemnitzer Bahnbogen" investiert. Die Baumaßnahmen erfolgen voraussichtlich im Zeitraum von 2017 bis 2020.

Tiefbauamtsleiter Bernd Gregorzyk informierte im Zuge der geplanten Bahn-Maßnahmen vergangene Woche auch über Verknüpfungspunkte mit dem Verkehrskonzept "Chemnitzer Modell". "Um die Reichenhainer Straße künftig vom Verkehr zu entlasten, wird unter anderem die Fraunhofer Straße ab 2015 als Direktverbindung zum Südverbund ausgebaut."