Auf dem Weg zur Kulturhauptstadt 2025

UNTERSTÜTZUNG Umliegende Städte laden zwölf internationale Künstler ein

Region. 

Region. Chemnitz und die Region haben sich um den Titel "Europäische Kulturhauptstadt 2025" beworben. 28 Städte und Gemeinden zwischen Freiberg und Schneeberg, Limbach-Oberfrohna und Augustusburg unterstützen die Chemnitzer Bewerbung. Am Freitag letzter Woche starteten 39 Radfahrer unterschiedlicher Sportvereine aus Chemnitz und der Region nach Berlin, um dort, am Brandenburger Tor das finale zweite Bewerbungsbuch zu überreichen, in dem auch ein Millionen-schweres Programm für das Erzgebirge und die Region verankert ist.

Planung eines nachhaltigen Skulpturen-Parcours

Aus diesem Anlass laden nun die Oberbürgermeister und Bürgermeister der Städte Annaberg-Buchholz, Aue-Bad Schlema, Augustburg, Freiberg, Limbach-Oberfrohna, Oelsnitz und Mittweida insgesamt zwölf internationale Künstlerinnen und Künstler aus der Kunstmetropole Berlin zu kurzen Stippvisiten ein, um die Region vorzustellen. Für das Jahr 2025 ist ein großer, viele Städte der Region verbindender, nachhaltiger Skulpturen-Parcour geplant, in dessen Zentrum Arbeiten von Künstler und Künstlerinnen wie Tony Cragg, Leiko Ikemura, Alicia Kwade, James Turell, Sosnowska oder Leonora Salihu stehen werden. Alte Narrative des Erzgebirges, die besagen, dass "alles vom Berg her kommt" und die Menschen "mit den Händen denken" erscheinen wie ein Hinweis auf die Materialien der Kunstwerke, die über 800 Jahre aus der Erde des heutigen "Unesco-Welterbes" geschürft und gefördert wurden. Silber, Zinn, Eisen, Kaolin und Kobalt, Kohle und Uran werden zur Kunst, die Lichtmetaphern der Bergleute zu ihrem Material.

Planung eines umfangreichen Programmes

Eine wechselvolle Geschichte aus innovativem Unternehmertum und der Arbeiterbewegung seit dem 13. Jahrhundert, aus permanenter Erneuerung und Krise bis in die Verwerfungen des 20. Jahrhunderts werden zur Folie für zahlreiche Ausstellungen an unterschiedlichen, auch historischen, Orten. An der Reise selbst beteiligen sich die Bildhauerinnen Uli Aigner aus Österreich, Christina Doll und die in Rostock geborene und in London arbeitende Karolin Schwab. Die Fotografie wird von der Russin Anastasia Khoroshilova, dem Israeli und Vertreter der "Dritten Generation" Benyamin Reich sowie dem in Karl-Marx-Stadt geborenen Andreas Mühe vertreten. Die künstlerischen Medien Video und "Konzept" werden von Donata Wenders, Konrad Mühe und der türkischen Künstlerin Cokcen Dilek Acay besetzt. Für die genannten Städte ist in enger Abstimmung mit den Aktiven vor Ort sowie den Oberhäuptern der einzelnen Städte ein umfangreiches Programm geplant, das Besuche von prächtigen Bergstädten, Museen, Kirchen und Welterbestätten vorsieht.