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Chemnitz

Ausbildungsverträge auf Vorjahresniveau

Wirtschaft Meiste Auszubildende kommen von Oberschulen

Die Industrie- und Handelskammer Chemnitz ist optimistisch, im demnächst startenden Ausbildungsjahr die Vorjahreszahlen an neuen Auszubildenden erneut zu erreichen. Bis zum 30. Juni waren 2.305 Ausbildungsverträge unterschrieben, das waren sogar 2,3 Prozent mehr als zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Allerdings waren zu diesem Zeitpunkt auch noch 700 Stellen in der Ausbildungsplatzbörse der IHK verzeichnet, die am besten noch 2018 besetzt werden sollten.

Bewerber sind oft nicht geeignet

"Die Probleme, die passenden Azubis zu finden, werden nicht weniger", sagte IHK-Geschäftsführerin Gabriele Hecker: "Vor allem Unternehmen im ländlichen Raum resignieren zum Teil schon" - obwohl die meisten nach eigener Aussage auch leistungsschwächeren Schülern eine Chance geben. Ein großer Teil der Unternehmen erhalte zwar Bewerbungen, oft seien aber Bewerber nicht geeignet für die angebotene Ausbildung.

Anhand einer aktuellen Azubi-Umfrage hat die IHK festgestellt, dass nach wie vor die Oberschule "die wichtigste Ressource" für neue Fachkräfte bleibt - fast zwei Drittel aller Ausbildungsverhältnisse werden mit jungen Menschen mit Realschulabschluss geschlossen. "Wir müssen weiterhin stärker an Gymnasien für die berufliche Ausbildung werben", so Hecker. Ziel müsse sein, mehr Klarheit über Berufsbilder zu schaffen.

Junge Leute sind insgesamt zufrieden

Die überwiegende Mehrheit - 97 Prozent - der aktuellen Azubis in der Region stammen aus Sachsen. Immerhin, das hat die Umfrage auch ergeben: 91 Prozent der Azubis würden ihren Ausbildungsbetrieb auch anderen jungen Menschen weiterempfehlen und 80 Prozent sagen, dass sie in ihrem Wunschberuf arbeiten können - wenn der Vertrag also erst mal geschlossen ist, läuft es in den meisten Fällen gut.



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