Bauminseln für den Artenschutz

Umwelt Umsetzung des Biotop- und Totholzkonzeptes

Spaziergänger, die derzeit durch den Ebersdorfer Wald streifen, haben vielleicht schon die weißen, gesprühten Spechte an den Bäumen bemerkt. Laut Stadt handelt es sich hierbei um die Umsetzung des Biotop- und Totholzkonzeptes des Kommunalwaldes der Stadt Chemnitz.

Der Natur ihren Lauf lassen

Sogenannte Biotopbauminseln wurden an den Randbäumen mit den weißen Spechten markiert. Es sind Waldbestände, die nicht mehr regulär bewirtschaftet werden, sondern in denen die Bäume ihr natürliches Alter erreichen dürfen und danach der natürlichen Zersetzung überlassen werden. Muss aufgrund von Sicherungsmaßnahmen tatsächlich ein Baum gefällt werden, bleibt er als liegendes Totholz erhalten. So wurden im Ebersdorfer Wald und in der Kohlung fünf Biotopbauminseln mit insgesamt 4,7 Hektar Fläche ausgewiesen.

Sukzessive werde die Markierung von Biotopbauminseln auch in den anderen Kommunalwaldgebieten erfolgen. Dass einige Waldbestände so alt wie möglich werden dürfen, trägt vor allem zum Artenschutz bei. Denn alte Bäume mit Höhlen, Rissen und abgebrochenen Ästen bieten einer großen Vielfalt an Tieren Lebensraum. Viele spezialisierte und heute oft selten gewordene Insektenarten entwickeln sich im morschen Holz.

 BLICK ins Postfach? Abonniert unseren Newsletter!