Besprühte sie die Chemnitzer Blitzer? Polizei stellt 20-jährige Blitzer-Beschmiererin

BLaulicht Beamte ertappten sie auf frischer Tat

Beamte des Polizeireviers Chemnitz-Südwest stellten in den heutigen frühen Morgenstunden im Chemnitzer Ortsteil Kappel eine junge 20-jährige Frau, welche gerade die Geschwindigkeitsmessanlage an der Zwickauer Straße/Goethestraße besprüht hatte. Das teilte die Polizeidirektion Chemnitz am heutigen Donnerstagnachmittag mit.

Aufgrund der Häufung von beschmierten Geschwindigkeitsmessanlagen im Stadtgebiet Chemnitz in den vergangenen Wochen hatten die Beamten der Polizeireviere insbesondere die bereits mehrfach betroffenen Geräte verstärkt bestreift. Dies sollte sich in der vergangenen Nacht auszahlen.

 

Für mehrere Blitzer-Beschmierungen verantwortlich?

Zwei Beamten war dabei im Bereich der Zwickauer Straße zunächst eine Radfahrerin aufgefallen. Kurz darauf lief die Frau nun zu Fuß mehrfach im Umfeld der Messanlage Zwickauer Straße/Goethestraße umher.

Gegen 03:45 Uhr kehrte die Frau erneut zurück und besprühte die Messanlage mit weißer Farbe. Als sie vom Tatort flüchtete, konnten Polizisten die Frau in der Goethestraße stellen. Dabei hatte sie die kurz zuvor genutzte Farbspraydose noch bei sich. Zudem fanden die Beamten im unmittelbaren Umfeld einen Beutel, den die junge Frau zuvor bei sich trug. In diesem befanden sich weitere Spraydosen in verschiedenen Farben. Augenscheinlich handelt es sich dabei um eben solche Farbtöne, mit denen in den zurückliegenden Fällen Messanlagen beschmiert wurden.

"Zudem werden der 20-Jährigen zwei weitere Beschädigungen an Geschwindigkeitsmessanlagen in der vergangenen Nacht zugerechnet", sagt ein Sprecher der Polizei. So war die Anlage in der Clausstraße/Charlottenstraße sowie die in der Neefestraße/Kappler Drehe jeweils mit gelber Farbe beschmiert worden.

Der Kriminaldienst des Polizeireviers Chemnitz-Nordost hat die weiteren Maßnahmen und Ermittlungen übernommen. Insbesondere muss im Zuge dieser geklärt werden, ob die 20-jährige Deutsche für alle zurückliegenden 18 Taten der gemeinschädlichen Sachbeschädigung an Messanlagen verantwortlich ist oder ob weitere Täter gehandelt hatten. Dabei werden auch gesicherte Farbspuren der Tatorte mit den sichergestellten Spraydosen abgeglichen.