Betäubungsmittel und tausende Euro Bargeld entdeckt

Justiz Die Polizei ermittelt gegen sechs Tatverdächtige

Chemnitz/Döbeln. 

Chemnitz/Döbeln. Langwierige Ermittlungen in der Betäubungsmittel-Szene wegen des illegalen und zugleich organisierten Verkaufs von Marihuana im Chemnitzer Stadtgebiet brachten Beamte der Kriminalpolizeiinspektion jüngst auf die Spur von sechs Tatverdächtigen. Die fünf syrischen Staatsangehörigen im Alter von 21 Jahren bis 42 Jahren und ein kasachischer Staatsangehöriger (22 Jahre) rückten dabei in den vergangenen Wochen immer stärker in den Fokus der Kriminalisten wegen gemeinschaftlichen Handels von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Konkret soll sich das Sextett seit mindestens 2018 Marihuana und Cannabis im Kilogramm-Bereich beschafft und verkauft haben, wodurch der Verbrechenstatbestand erfüllt ist.

Am Dienstag realisierten die Kriminalisten und weitere Einsatzkräfte der Polizeidirektion Chemnitz deshalb gerichtlich angeordnete Durchsuchungsbeschlüsse in den Wohnungen der sechs Tatverdächtigen.

In einer Chemnitzer Wohnung fanden die Beamten rund 200 Gramm Marihuana sowie knapp 1 400 Euro Bargeld. Gleichzeitig stießen die Polizisten in einer Wohnung in Döbeln, welche offenbar als Gelddepot von den Tatverdächtigen genutzt wurde, auf nochmals 11.000 Euro Bargeld in szenetypischer Stückelung. Zudem wurden in den übrigen vier Wohnungen in Chemnitz kleinere Mengen Marihuana, ein Schlagring, ein Elektroschocker, diverse Unterlagen und mehrere Handys beschlagnahmt. Rund 70 Einsatzkräfte waren an den Durchsuchungen in beiden Städten beteiligt. Festnahmen gab es nicht.

Die Ermittlungen laufen indes in enger Abstimmung mit der Chemnitzer Staatsanwaltschaft weiter. Dabei wird unter anderem im Detail zu klären sein, wie und woher die sechs Tatverdächtigen die Betäubungsmittel bezogen haben.