"Bitti" war für das Spiel in der Schweiz gesperrt

Portrait Torsten Bittermann musste sich ein Spiel im Fernsehen anschauen

Torsten Bittermann ist beim Chemnitzer FC einer der Leute, die am frühen Morgen das Domizil des Drittligisten im Sportforum gegen 7.30 Uhr betreten und nicht selten erst nach 12 Stunden wieder verlassen. Als Mannschaftsleiter kümmert er sich unter anderem um die Reiseplanung für die Auswärtsspiele und sorgt dafür, dass stets frische Trainings- und Spielkleidung zur Verfügung steht. Viele Jahre war der gebürtige Werdauer in Chemnitz auch Co-Trainer, erlebte so unter anderem Dietmar Demuth, Tino Vogel, oder Gerd Schädlich als Chefcoach. Auch Bittermann zählt zu den Haudegen, die damals im Europacup sowie beim Zweitligaaufstieg als Kicker auf dem Rasen standen.

Unterschiede zwischen 1989 und 1999

"Im EC waren wir eine junge Truppe, die bis auf Peter Keller und Detlef Müller fast eine Altersklasse bildeten. Für uns war es natürlich eine große Sache, bis in die dritte Runde gekommen zu sein. Wir haben aus jedem Auftritt im Cup ein Fest gemacht", sagt Bittermann. Allerdings erlebte er die Reise in die Schweiz nach Sion nicht mit. "Das Spiel musste ich mir zu Hause vor dem Fernseher anschauen, weil ich wegen der 2. gelben Karte gesperrt war" , verrät der 51-Jährige. Das Rückspiel sei dann in Karl-Marx-Stadt eine Regenschlacht gewesen. "Dort haben wir mit unserem kämpferischen Tugenden auf Schlammboden den Gegner bezwungen", meint Bittermann, der 1999 den Zweitligaaufstieg ebenfalls als Aktiver des CFC erlebte. "Nach dem Abstieg 1996 spielten wir nur noch mit einem Rumpfkader in der Regionalliga. Damals war Christoph Franke unser Trainer. Der hatte einen richtigen Plan, baute etwas auf und schaffte mit uns den Wiederaufstieg", so Bittermann.

 

BLICK beleuchtet in einer Sonderserie zwei Highlights in der Vereinshistorie des FC Karl-Marx-Stadt/Chemnitzer FC. Lesen Sie morgen im sechsten Teil, wie sich Steffen Ziffert wertvolle Erinnerungsstücke an die Duelle mit Juventus Turin sicherte.