Blitzer-App schützte vor Blitzer, aber nicht vor Bußgeld

Blaulicht Betrieb einer solchen App ist verboten

Einer Streifenbesatzung der Chemnitzer Verkehrspolizeiinspektion war am Dienstag in der Neefestraße ein PKW VW aufgefallen. Zwar fuhr der Fahrzeugführer nicht zu schnell, jedoch hatte er für den Fall der Fälle offenbar Vorkehrungen getroffen.

 

 

In seinem Fahrzeug hatte er am Armaturenbrett ein Smartphone mit einer installierten App laufen, die ihm zeigte, dass der Weg frei von "Radarfallen" ist. Der Betrieb eines Geräts während der Fahrt, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören, ist laut Straßenverkehrsordnung verboten. Der Betroffene konnte sich so womöglich vor einer Geldbuße wegen zu schnellen Fahrens schützen, jedoch muss er nun wegen der Nutzung der App mit einem Bußgeld von 75 Euro rechnen. Im Fahreignungsregister droht zudem laut Bußgeldkatalog eine Eintragung mit einem Punkt.