CFC-Talent wechselt nach Bayern!

FUSSBALL Fynn Seidel schließt sich der SpVgg Unterhaching an

Chemnitz. Dass beim Chemnitzer FC sehr gute Nachwuchsarbeit geleistet wird, hat sich mittlerweile auch bis zu den Verantwortlichen der Spielvereinigung Unterhaching herumgesprochen. So haben die Oberbayern jüngst Fynn Seidel verpflichtet und das CFC-Talent mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2023 ausgestattet. Der 16-jährige Mittelfeldspieler machte in der abgelaufenen Saison der B-Junioren-Bundesliga (Nord/Nordost) mit sieben Treffern und zwei Vorlagen in 20 Spielen auf sich aufmerksam.

Haching-Präsident Manfred Schwabl, bekannt als großer Unterstützer von Nachwuchsarbeit, ist glücklich über den getätigten Transfer-Coup: "Mit Fynn Seidel kommt ein Spieler zu uns, der eine enorme Perspektive hat, Profi zu werden." In der kommenden Saison verstärkt Seidel aber erst einmal die U17 der Hachinger in der B-Junioren-Bundesliga (Süd/Südwest). Zuvor kehrte er mit seinen neuen Mannschaftskameraden ins Chemnitzer "Sportforum" zu einem Abschiedsspiel zurück.

Zwei Lattenknaller, kein Treffer

Bevor der freundschaftliche Vergleich zwischen den beiden Junioren-Bundesligisten begann, wurde Fynn Seidel gebührend verabschiedet. Marcus Jahn, Leiter des CFC-Nachwuchsleistungszentrums, U17-Trainer Torsten Wappler und Scout Kay-Uwe Jendrossek überreichten ihm zum Abschied ein himmelblaues Trikot sowie eine Bilder-Collage. Seidel wiederum ließ zur Erinnerung ein rotes Unterhaching-Trikot da. Fünf Jahre lang trug er das Trikot der Himmelblauen.

Im Spiel war er es dann auch, der die erste große Chance hatte: In der 18. Minute schlenzte er gefühlvoll einen Freistoß an die Latte. Auf der Gegenseite köpfte Kentsch in der 25. Minute an den Querbalken. Die Gäste aus Bayern hatten mehr vom Spiel, kamen aber gegen die kompakt und konzentriert stehende Defensive der Himmelblauen kaum zu weiteren Gelegenheiten. Torsten Wappler ist zufrieden mit Leistung und Laufbereitschaft seiner Schützlinge: "Wir haben gegen einen guten Gegner gut dagegengehalten, unsere Ordnung gehalten und fast nichts zugelassen." In der Offensive wiederum sieht er noch Potential: "Oftmals haben wir zu hektisch gespielt und leider auch ab und an falsche Entscheidungen getroffen, dennoch bin ich insgesamt mit dem Auftritt zufrieden. Vor allem weil wir kein Gegentor bekommen haben."

Dritte Bundesliga-Saison für die himmelblaue U17

Im Hinblick auf die dritte Bundesliga-Saison der U17 des Chemnitzer FC war es ein guter letzter Test. Denn am Sonntag, den 20. September, gastiert am ersten Spieltag Hannover 96 im "Sportforum". Eine Woche später steht beim 1. FC Union Berlin das erste Auswärtsspiel auf der Agenda. Wie in den vergangenen beiden Jahren geht es für die Jungs von Torsten Wappler um den Klassenverbleib, der auch diesmal eine schwere Aufgabe darstellt und zudem mit einer Herausforderung verbunden ist. So gibt es in der Saison 2020/2021 nur 16 - und nicht wie in den Jahren zuvor 26 - Spiele, ergo spielt die himmelblaue U17 nur einmal gegen jedes Team: "Training und Testspiele haben gezeigt, dass die Jungs willig sind, um einen weiteren Entwicklungsschritt zu gehen. Wichtig wird sein, sofort gut in die Serie zu starten", konstatierte Wappler nach dem torlosen Unentschieden gegen die SpVgg Unterhaching.