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Chemnitzer Psychologiestudent veröffentlicht ersten eigenen Fantasyroman

Literatur Maximilian Gelbrich erschuf "Die Feuerrose"

Chemnitz/ Lugau. 

Chemnitz/ Lugau. Ein eigenes Buch schreiben... Davon träumen tausende Menschen und Maximilian Gelbrich aus Lugau hat sich diesen Traum erfüllt. Der junge Mann stammt ursprünglich aus Lugau, kam aber zum Psychologiestudium an die TU Chemnitz. Nun hat er seinen erste Fantasyroman mit dem Titel "Die Feuerrose" über den Noel-Verlag veröffentlicht. Unsere Redakteurin Anika Weber sprach mit Max im Interview:

Worum geht es in deinem Buch "Die Feuerrose"?

"Mein Fantasyroman handelt von der Reise zweier Kinder, die von den Eltern verlassen, schutzlos ihren Platz in den mittelalterlichen Landen rund um Talinra suchen. Die Feuerrose spinnt eine Geschichte um Angst, Verrat und Sehnsucht, zeichnet die Hürden des Heranwachsens ab und führt den Hauptcharakter Titor in Versuchung. Unter dem dichten Grün des schier endlosen Blätterdachs Erfas findet er, wonach sich sein Herz so sehr verzehrt. Doch kann er den Verlockungen, die mit Magie und schier grenzenlosen Möglichkeiten einhergehen, widerstehen oder wird er den immer fruchtbaren Wald als ein anderer verlassen?"

Das klingt sehr spannend, was war die Inspiration zu der Geschichte?

"Da gab es vermutlich viele, die mir zu Beginn gar nicht so bewusst waren und erst im Nachhinein, beim genaueren Hinschauen, eine Rolle spielten. Offensichtlich ist die Inspiration Tolkiens Welt "Mittelerde", wobei mich hier vor allem die "Herr der Ringe" - Filmreihe als Kind in ihren Bann zogen. So finden sich Elben, Orks und Zwerge in meinem Buch, auch die religiösen Aspekte aus Tolkiens "Silmarillion" haben mich beeindruckt. Schon immer war ich ein Freund von Schöpfungsgeschichten und der griechischen Mythologie. Gerade die Sage "Odyssee" von Homer weist, im Nachhinein betrachtet, gewisse Ähnlichkeiten mit meiner Geschichte auf. Ich durfte als Kind den Irrfahrten des Seefahrers aus bunten Büchern lauschen. Auf seiner Reise wird auch dieser Held in Versuchung geführt."

Was hat es mit dem Titel des Fantasyromans "Die Feuerrose" auf sich?

"Nun, gern würde ich sagen, findet es doch selbst heraus. Im Grunde soll er die zweischneidigen Aspekte des inneren Kampfes der Hauptcharakter betonen, zeigen das nichts bloß schön ist, sondern auch Schattenseiten und Gefahren birgt."

Erzähl uns etwas zu deinen Lieblingscharakteren aus deiner Story.

"Ich verehre, nein vergöttere Euwana wie auch der Haupthelden Titor. Euwana ist eine einzigartige Frau und birgt so viele Geheimnisse. Sie ist mächtig, schön, unberechenbar. Ich weiß nicht, ob es meine Träume und Wünsche waren, die sie erschufen oder doch eher meine Ängste, dennoch ist sie auch eine Strippenzieherin, bei der nichts so ist wie es scheint."

Was macht das Schreibhobby für dich besonders?

"Schreiben ist Freiheit. Für mich bildet die einzigartige Möglichkeit, eine Welt nach den eigenen Vorstellungen zu erbauen, nicht nur ein Refugium, sondern auch eine endlose Spielwiese. So Vieles ist möglich, oft beginne ich eine Seite mit einem klaren Ziel vor Augen, nur um mich dann in den Strudeln neuer Gedankengänge und Wortkaskaden zu verirren. Es ist ein Ausgleich zum oft absehbaren und etwas reizlosen Alltag."

Wie ist so dein Workflow, also wie bist du beim Schreiben vorgegangen und wie lange hat es gedauert, bis die Geschichte erschaffen war?

"Das ist eine gute Frage. Da ich als Kind mit zwölf Jahren angefangen habe mir die Grundzüge der Feuerrose, noch ohne ein klares Ziel vor Augen, auszudenken, könnte man sagen ein halbes Leben. Kleiner Scherz. Aber bezogen auf ernsthaftes Schreiben würde ich sagen vier Jahre hat es gedauert.. Das Schreiben ist am Ende einfacher und leider nicht so blumig, wie man es sich erhofft. Schreiben bedeutet auch Anstrengung, darum ist es für mich wichtig, sich hin und wieder hinzusetzen und mich zu zwingen, eine halbe Seite zu Papier zu bringen. Manchmal ist die dann nutzlos, aber oft beginnt die Freude am Schreiben über der Tätigkeit an sich, man vergisst die Zeit und hat plötzlich drei neue Seiten. Auch Schreibblockaden gehören hin und wieder dazu."

Wie geht es jetzt weiter? Hast du schon Ideen für neue Geschichten.

"Ja, schon, aber erst muss die alte zu Ende erzählt werden." (grinst)

Bedeutet das, es gibt eine Fortsetzung?

"Ja, ich arbeite gerade an einem zweiten Teil."

Wie und wo kann man dein Buch denn erwerben?

"Bestellen kann man es ganz normal in Buchhandlungen, im Internet bei den üblichen Verdächtigen, wie Amazon, Thalia, Medimops und Co. Beim Noel-Verlag kann man es natürlich auch bekommen. Doch bitte tut gerade jetzt lokalen Händlern etwas Gutes, vielleicht ist es auch bald wieder möglich vor Ort Bestellungen aufzugeben."

Dann wüschen wir Dir viel Erfolg mit deinem Buch und bedanken uns für das nette Gespräch.

"Ich habe zu danken und wünsche euch viel Spaß beim Lesen. Ach übrigens gibt es auch eine kleine Lesung auf Youtube, für alle, deren Interesse geweckt wurde."

 

Maximilian ist nicht der einzige Chemnitzer Autor, den Blick in der Vergangenheit vorgestellt hat. Hier findet ihr mehr zum Thema.



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