Chemnitzerin blickt in den Schulalltag Rigas

Reise Sozialpädagogin besucht Lettland

Die Sozialpädagogin und Leiterin des Familienvereins für und Groß und Klein Jacqueline Hofmann machte sich Anfang August auf eine besondere Reise - nach Lettland, um Erzieherinnen an einer Deutschen Schule mit Kindergarten in Riga weiterzubilden. Während der Corona-Krise entwickelte sie eine E-Learning-Plattform mit Online-Kursen für pädagogische Fachkräfte. "Darüber ist die Einrichtungen Lettland auf mich aufmerksam geworden. Nach einem Telefonat war sofort klar, dass die Chemie stimmt", erzählt Hofmann.

Vor Ort arbeitete die Chemnitzerin intensiv mit dem ausländischen Team zusammen. Neben Weiterbildungen zu pädagogischen Themen gab es auch die Gelegenheit, direkt mit Kindern aus dem Kindergarten im Rahmen von Angeboten zu arbeiten. "Die Kinder kamen aus 25 Nationen. Gesprochen wurde Deutsch in der Einrichtung. Es war sehr aufregend für mich, wie die Kinder meine praktischen Ideen annahmen", so die Sozialpädagogin.

Wichtig sei für sie gewesen viel über die Bedingungen und Standards der frühkindlichen Bildung in Lettland zu erfahren und neue Ideen mit nach Deutschland zu bringen. Ein wesentlicher Unterschied zu Deutschland sei der frühere Zugang zum Lesen und Schreiben. "Die Kinder erhalten hier bereits im Kindergarten die Möglichkeit lesen zu lernen", berichtet Jacqueline Hofmann.

Allerdings könne man diese Möglichkeit der individuellen Förderung nicht mit ganz Lettland vergleichen. Es sei ein spezielles Konzept der privaten Schule in Riga gewesen, um Kindern optimale Bildungswege zu ermöglichen. Dabei stehe der spielerische Zugang im Vordergrund. "Zukünftig steht einer weiteren Zusammenarbeit mit Riga nichts im Wege und vielleicht begebe ich mich bald noch einmal auf eine spannende Reise dorthin", so Hofmann.