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Chemnitzerin trotzt der Krise und wagt Schritt in die Selbstständigkeit

Menschen Einfach "nicht der Typ für's Nichtstun"

Die Coronapandemie setzt vielen Bürgern zu. Händler müssen seit fast drei Monaten ihre Türen für Kunden geschlossen halten. Doch es gibt auch Lichtblicke - Menschen, die trotz der Krise den Mut fassen, sich selbstständig zu machen.

Laden auf dem Kaßberg kurz vorm zweiten Lockdown angemietet

Zu ihnen gehört Mandy Willecke. Die Kaßbergerin hat im Herbst eine kleine Ladenfläche auf der Puschkinstraße angemietet, kurz bevor der zweite Lockdown alles lahm gelegt hat. Die letzten Monate hat sie nun für eine Komplettrenovierung ihres neuen Geschäfts genutzt. "Ich bin nicht der Typ für's Nichtstun", sagt die 50-Jährige, die künftig in dem Laden "Puschkin" selbstgemalte Bilder und Dekoartikel verkaufen möchte. Vom Postkartenkleinen Motiv bis hin zu großen Leinwänden will Mandy Willecke in ihrem Laden Kunst anbieten, die sie in den letzten Jahren fertigte. Mischtechniken, in Acryl, teilweise mit Kohle, Fineliner oder Lack, zeigen unter anderem Porträts, Figürliches und Abstraktes. Die Malerei hat sich die Chemnitzerin autodidaktisch beigebracht. "Ich mag das Mystische, also sowas, was man nicht sofort definieren kann", erzählt die Künstlerin. Ihre Bilder wollen Stimmungen auffangen und Mandy Willecke hofft, dass sich der ein oder andere ihrer künftigen Kunden in genau diesen Stimmungen wiederfinden kann.

Mandy Willecke lernte schon viele Branchen kennen

Mandy Willecke ist Fotografin, in Chemnitz aufgewachsen und hatte bereits zahlreiche Jobs - vom Einzelhandel bis zur Gastronomie. Sobald der Lockdown für den Einzelhandel beendet ist, möchte sie ihr Geschäft eröffnen. In den Sommermonaten plant Mandy Willecke zudem, vor dem Laden Sitzplätze und Kaffee anzubieten. Außerdem schwebt der Künstlerin vor, Malkurse mit Kinder zu veranstalten.