Chemnitztalviadukt ist gerettet

Entscheidung Deutsche Bahn muss Stahlfachwerkkonstruktion sanieren

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Das Chemnitztalviadukt bleibt erhalten. Foto: Harry Härtel/ Härtelpress

Das historische Chemnitztalviadukt darf nicht abgerissen werden! Laut Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahn-Bundesamts (EBA) muss die Deutsche Bahn das im Jahr 1909 fertiggestellte Bauwerk sanieren. Das EBA folgte somit dem Votum der Landesdirektion Sachsen zum Erhalt der Stahlfachwerkkonstruktion. "Damit bleibt das einzigartige Zeugnis der Industriegeschichte erhalten und wird so modernisiert, dass auch künftig seine Funktion erhalten bleibt. Das ist eine kluge Entscheidung und ein guter Tag für Chemnitz", sagt dazu Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig.

Das Denkmal ist schon 109 Jahre alt

"Ich möchte mich ausdrücklich bei der Bürgerinitiative bedanken, die unerschrocken um das Industriedenkmal gekämpft und die Stadtverwaltung zu einem Umdenken und Mitkämpfen animiert hat. Das ist heute auch ihr Verdienst und zeigt, was bürgerschaftliches Engagement erreichen kann." Auch für Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig sei es eine erfreuliche Nachricht, dass diese Eisenbahnbrücke ihren Platz im Chemnitzer Stadtbild behält. "Es symbolisiert die Epoche der Industrialisierung, welche Chemnitz und den Freistaat Sachsen insgesamt maßgeblich geprägt hat. Ich freue mich, dass es auch künftigen Generationen die Ingenieurskunst unserer Vorfahren vor Augen führt."

Das Viadukt ist Teil des etwa 2,8 Kilometer langen Chemnitzer Bahnbogens. Die Bahn plant für eines der letzten Nadelöhre auf der Sachsen-Franken-Magistrale zwischen Dresden und Hof eine grundlegende Sanierung. Ursprünglich hatte die Bahn geplant, das Viadukt abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen.