Das Bier mit Chemnitzer Geschichte

Menschen MARX Städter setzt auf Nachhaltigkeit

Man nehme das deutsche Reinheitsgebot, Chemnitzer Wasser, Liebe und etwas Geheimnisvolles und schon hat man das echte "MARX Städter" gebraut. Im Januar liefen die letzten Arbeiten auf Hochtouren, bis dann Anfang März endlich das heimische MARX-Bier auf dem Markt erschien. Sowohl das Chemnitzer Pils als auch die Bierkisten in denen die Flaschen stecken, erzählen eine wundervolle Geschichte.

Initiatorin und Geschäftsführerin des Ganzen ist Nicolle Schwabe. Als Frau ein neues Bier zu kreieren erscheint wohl für die Meisten etwas ungewöhnlich. Den Schlüsselmoment erhielt Nicolle Schwabe bereits schon vor vielen Jahren: "Im Jahr 2000 bin ich durch Werbeverkostungen in Verbindung mit Bier gekommen". Zwei Jahre später nahm Sie an einer Bierköniginnenwahl teil. Seitdem trägt Sie den Titel "Chemnitzer Bierkönigin 2002".

Ein Getränk mit Seele

"Ich bin dem Thema Bier immer treu geblieben", fügt Sie hinzu. "Das MARX Städter, sollte kein seelenloses Getränk werden, sondern ein Bier mit Chemnitzer Charakter und eines, was eine eigene Geschichte erzählt. Es sollte zu unseren Einwohnern passen und zu unserer Stadt", erzählt Nicolle Schwabe. Regionalität steht bei dem Hopfengetränk ganz oben. Das bezieht sich nicht nur auf den Gerstensaft, welcher extra mit Chemnitzer Wasser und nach eigener Rezeptur in Einsiedel gebraut wird, sondern auch auf die Produktion und Nachhaltigkeit der Bierkisten. Diese bestehen aus Holz und werden in liebevoller Handarbeit von der Lebenshilfe Chemnitz e.V. selbst gefertigt und zusammengenagelt.

Anfangs wurden die Kisten allein von der Chemnitzer Lebenshilfe produziert. "Über das Jahr hinweg wurden die Anfragen immer größer. Jetzt bekommen wir tatkräftige Unterstützung des Invitas-Lebenshilfewerkes und der Lebensbrücke Werdau. "Zirka 60 Kisten am Tag werden pro Einrichtung gefertigt. "Die Menschen in den Einrichtungen fühlen sich nützlich, wenn Sie für uns die Kisten in der Holzverarbeitung produzieren dürfen. Wir wollten diesen Menschen etwas Gutes tun. Sie sind unheimlich stolz für uns die Kisten herzustellen", fügt die Geschäftsführerin hinzu. Im Laufe des Jahres wurden nun mehr als 10.000 Kisten produziert. Natürlich werden Sie immer wieder verwendet und restauriert. Mittlerweile befinden sich die Kisten in der fünften Generation.

"Wir verspüren hin und wieder einen Schwund, das liegt aber daran, dass einige die Kisten behalten und als Dekoration verwenden. Sie machen Blumenkübel oder Lampen daraus. Das schmeichelt uns natürlich sehr und nicht nur uns, sondern auch unserer fleißigen Helfer in den Einrichtungen", sagt Nicolle Schwabe abschließend. Mit dem MARX Städter hat Nicolle Schwabe in diesem Jahr ein bisschen Chemnitz in die Flasche gebracht.