Drei Verletzte nach Küchenbrand im Zentrum

Brand Unter den Verletzten befinden sich zwei Kinder

Bei einem verheerenden Küchenbrand sind am Freitagnachmittag in Chemnitz drei Menschen, darunter zwei Kinder, teils schwer verletzt worden. Das Feuer war gegen 14 Uhr in der Küche einer Wohnung im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Elisenstraße ausgebrochen. Offenbar hatte sich Frittierfett entzündet. Die Feuerwehr rückte an und konnte den Brand löschen.

Drei Personen kamen nach Erstinformationen ins Krankenhaus. Es entstand ein hoher Schaden. Die genaue Brandursache und die Schadenshöhe sind aktuell noch unklar. Als Erster vor Ort war der Chemnitzer Amtsleiter der Feuerwehr Rene Kraus. Er befand sich gerade auf Dienstfahrt und in der Nähe, als die Alarmierung kam. Er zögerte nicht und stürmte zur Rettung als einer der ersten in die Wohnung.

Update: 

Sowohl die Polizei als auch die Feuerwehr und der Rettungsdienst rückten daraufhin mit mehreren Einsatzfahrzeugen aus. Vor Ort bestätigte sich den Einsatzkräften der Wohnungsbrand mit einer starken Rauchentwicklung im Treppenaufgang, wobei sich mehrere Hausbewohner bereits selbstständig in Sicherheit gebracht hatten. Auch zwei Kinder - ein 7-jähriges Mädchen und ein 13-jähriger Junge - die sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs in der betroffenen Wohnung aufgehalten hatten, waren bereits im Freien. Die Kameraden der Feuerwehr mussten daraufhin einen 30-jährigen Hausbewohner aus seiner Wohnung retten.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte er den Brand mitbekommen und sich Zugang zur betroffenen Wohnung verschafft, um das Feuer zu löschen. Nachdem sich die Kinder in Sicherheit bringen konnten, kehrte der 30-Jährige in seine Wohnung zurück und musste aufgrund des dichten Rauches im Treppenaufgang dort bis zu seiner Rettung verbleiben. Der 30-Jährige und die beiden Kinder kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in ein Krankenhaus. Die Brandwohnung wurde polizeilich versiegelt und darf vorerst nicht betreten werden. Die anderen Hausbewohner konnten nach Abschluss der Löscharbeiten bereits zurück in ihre Wohnungen. Schadensangaben liegen bislang nicht vor. Derzeit wird geprüft, ob der Brand infolge einer Essenszubereitung in der Küche der Wohnung ausgebrochen war. Somit ergibt sich der Anfangsverdacht der fahrlässigen Brandstiftung. Die Ermittlungen werden fortgeführt. 

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