Ein Schatz lockt Gäste ins Museum

Archäologie Smac zeigt Münzfund aus Sächsischer Schweiz

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Cornelia Rupp vom Landesamt für Archäologie hat die Ausstellung kuratiert. Foto: smac | A. Blasko

Als im Frühjahr 2016 zwei Kletterer in der Sächsischen Schweiz in einer Felsspalte in luftiger Höhe alte Münzen fanden, war die Neugierde groß. Wie wertvoll ist dieser Münzschatz? Seit wann lag er in seinem zugigen Versteck? Und wer hatte ihn dort gelagert?

Jetzt, knapp zwei Jahre später, sind immerhin einige Fragen geklärt: "Das Landesamt für Archäologie, das noch am Tag der Entdeckung zur Fundstelle gerufen wurde, konnte insgesamt 2.275 Silber- und zwei Goldmünzen bergen", erklärt Cornelia Rupp, Kuratorin im Archäologiemuseum in Chemnitz.

Münzen im Wert von 40.000 Euro

Besonders wertvolle Stücke seien nicht dabei gewesen, der Schatz habe vor allem aus Kleingeld bestanden, deren heutiger Sammlerwert sich auf etwa 40.000 Euro belaufe. Die Zahl der Münzen mache den Schatz aber doch zu einem der größten, die je in Sachsen gefunden wurde.

Auf immerhin 350 Taler summierten sich die Münzen - immerhin das dreifache Jahresgehalt eines Zimmermanns zum Zeitpunkt, als der Schatz versteckt wurde. Den vermuten die Experten jetzt in den 1820er Jahren - weil die jüngste gefundene Münze 1819 geprägt wurde.

"Es könnten die Einnahmen einer Sägemühle sein, Geld aus illegalen Märkten oder auch die Eroberungen von Raubzügen", darf Rupp derzeit noch munter spekulieren: "Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter wird sich in nächster Zeit darum bemühen, noch mehr herauszufinden."

Seit Freitag zu bestaunen

Der Schatz wird seit dem vergangenen Freitag in einer Foyer-Ausstellung im Archäologiemuseum smac präsentiert - bei freiem Eintritt. Mit der Vorstellung der Ausstellung präsentierte das smac auch eine Bilanz fürs vergangene Jahr. Laut Museumsdirektorin Sabine Wolfram kamen 2017 etwa 53.000 Besucher in das Haus - 5.000 weniger als im Vorjahr.

Die Sonderausstellung zu Vietnam sei aber mit 20.000 Besuchern die erfolgreichste in der noch jungen Geschichte des Museums gewesen. "Ich bin zufrieden mit der Resonanz", so Wolfram.

Ab September 2018 soll eine große Ausstellung zu den Beziehungen zwischen Sachsen und Böhmen Besucher locken - dann will das smac auch verstärkt in Tschechien um Gäste werben.