Eine Nacht in Rot im Chemnitzer Opernhaus

Opernball Mehr als 870 Gäste feierten rauschende Party in einzigartiger Kulisse

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Rauschende Ballnacht in roter Kulisse: Beim Opernball drehten sich am Samstag die Paare. Foto: Georg Ulrich Dostmann

Noch nie zeigte sich das Chemnitzer Opernhaus so leuchtend in Alarmfarbe. Rote Blüten, rote Stoffbahnen und etwa ein Drittel der Damen in roten Kleidern, mit roten Schleifen auf dem Kopf oder roten Täschchen unter dem Arm - am Samstag feierten mehr als 870 Gäste den 16. Chemnitzer Opernball. Vom Empfang um 18 Uhr bis zum Rausschmeißer-Disco-Song um sechs Uhr morgens erlebten sie eine rauschende Nacht.

Der Schmuck: 12.650 Stück Blumen und Beiwerk hatten die Mitarbeiter des Chemnitzer Gartenfachmarktes Richter schon Tage vorher ins Theater geschleppt. Dazu Gläser, Vasen und Schalen.

Dekoriert wurde dem französischen Ballmotto "La Nuit en Rouge" entsprechend, ausschließlich in Rot und Schwarz. Gesteckt wurden Lilien, Gerbera und eingefärbte Eukalyptuszweige.

Regensburger Gourmets übernahmen das Catering

Das Essen: Erstmals waren diesmal Gourmets aus Regensburg für das Ballcatering gebucht. Andrea und Christian von Walderdorff, gräfliche Köche, die bereits fürstlich für die von Gloria von Thurn und Thaxis organisierten Regensburger Schlossfestspiele die Speisen kreierten, staunten über das Ambiente ihrer mobilen Küche. Vor Opernkulissen hatten sie Dampfgarer, Herde und Kühlschränke aufgebaut. "Das hatten wir so noch nie", sagte von Walderdorff. Dabei hat er als Chefkoch auf dem Deutschen Schiff bei der Olympiade in Athen durchaus schon an ungewöhnlicher Stelle den Kochlöffel geschwungen. Zum Opernball tischte er Lachs, Kalbsfilet und Wachtelbrüstchen auf.

Ein gelungener Abend

Die Party: Mehr als 40 Debütanten eröffneten den Ball, danach durften die Gäste auf die 250 Quadratmeter große Tanzfläche. Um Mitternacht sprang Kate Ryan auf die Bühne. Die Belgierin legte mit französischer Popmusik einen Disco-Auftritt hin. Ab etwa zwei Uhr nachts fiel in der im Kellergeschoss eingerichteten Orpheus-Bar kein Stein mehr zu Boden. Teilweise barfuß und mit offener Fliege tanzten die Opernballgäste zur Musik der Rolling Stones, der Toten Hosen und Kraftklub.