Erfahrener Neuzugang an der Seitenlinie

Sport Interview mit dem ehemaligen Bundesligaspieler Steffen Karl

Steffen Karl ist neuer Trainer beim FSV Grün-Weiß Klaffenbach. In der Winterpause gab es einen Wechsel auf der Trainerbank der Grün-Weißen. Der Aufsteiger in die Landesklasse wird nun vom ehemaligen Bundesligaspieler Steffen Karl trainiert. BLICK-Reporterin Peggy Schellenberger sprach mit dem 50-Jährigen, der unter anderem bei Borussia Dortmund, Manchester City, Hertha BSC: und beim Chemnitzer FC spielte.

Wie kam der Kontakt zustande, und mit welchen Zielen starteten Sie Ihr Engagement in Klaffenbach?

Den sportlichen Leiter des FSV, Marcel Keßler, kenne ich schon lange. Er hat mich angesprochen, und habe mich bereit erklärt, bis vorerst Saisonende das Traineramt zu übernehmen. Wir stehen auf einem Abstiegsplatz und möchten in der Rückrunde alles daran setzen, den Klassenerhalt zu schaffen.

Der Auftakt am letzten Sonntag beim BSC Rapid missglückte mit einer deutlichen 0:5-Niederlage. Woran lag es?

Wir haben in der ersten Hälfte ordentlichen Fußball gespielt und hatten dann keinen Zugriff mehr auf den Gegner. Wir verlieren zu viele einfache Bälle und kassieren simple Gegentore. Besonders an unserem Abwehrverhalten müssen wir intensiv arbeiten.

Sicher haben sie aufgrund ihrer Erfahrung hohe Ansprüche. Was konkret können sie hier einbringen?

Mir ist bewusst, dass wir bei zwei Trainingseinheiten pro Woche keine Bäume ausreißen können. Aber die Zeit wollen wir intensiv nutzen. Wir werden versuchen, unsere Viererkette zu stabilisieren und uns zum Beispiel auf Standardsituationen konzentrieren. Wichtig ist, dass der Zusammenhalt weiterhin funktioniert.

Welchen Kontakt haben sie zu Ihren ehemaligen Vereinen?

Die Verbindung zu Borussia Dortmund ist besonders intensiv, aber auch mit Hertha BSC habe ich Kontakt. Ich spiele in Traditionsmannschaften bei gut besuchten Oldieturnieren und Einladungsspielen mit. Einige Partien organisiere ich selber und kann aufgrund der guten Kontakte auf namhafte Mitspieler wie Icke Häßler, David Odonkor oder Frank Mill bauen. Auch im Oldieteam vom Chemnitzer FC habe ich schon mitgespielt.

Sie leben seit 2005 in Chemnitz. Was verbindet Sie mit der Stadt?

Ich habe hier während und nach meiner Zeit beim CFC viele Freunde kennengelernt, was mir sehr wichtig ist. Außerdem ist unsere Tochter Leonie hier geboren. Ich fühle mich wohl und bin froh, in Chemnitz zu leben.