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Ex-Profi tauscht den Radsattel mit Bürosessel

Radsport Matthias Friedemann bestritt mehr als 700 Radrennen

Ab und zu steigt Matthias Friedemann noch aufs Rennrad, um sich fit zu halten. Doch die Zeiten, in denen er mehrere Tausend Trainingskilometer abspulte, sind vorbei. Vor acht Jahren reifte in ihm der Entschluss, dem Leistungssport nach ca. 450.000 Kilometern im Sattel und über 700 Radrennen in 30 verschiedenen Ländern ade zu sagen. Heute arbeitet der gebürtige Rochlitzer als Bauingenieur im Hochbauamt der Stadt Chemnitz. Von 2004 bis 2013 war er Mitglied verschiedener kleinerer Profiteams. Im Alter von 16 Jahren wechselte er an das Sportgymnasium Chemnitz und wurde beim CPSV fit für seine Laufbahn gemacht.

Seit 2004 unter Profivertrag

2004 erfolgte die erste Unterschrift unter einem Profivertrag. Später fuhr Friedemann für die Mannschaften Lamonta, 3 C Gruppe, Whirlpool-Author und Champion System. Im Trikot des deutschen Zweitdivisionärs "Lamonta" ging er 2006 bei der vorerst letzten Auflage der Friedensfahrt an den Start. Es war zugleich Friedemanns einzige Teilnahme an der "Tour de France des Ostens", wie die Fahrt vor der Wende oft genannt wurde. Dabei kam er auf der siebenten Etappe von Delitzsch nach Thale auf einen beachtlichen siebenten Platz. Das Sprinttrikot durfte sich Friedemann, der mittlerweile mit seiner Frau seit vielen Jahren in Chemnitz wohnt und dort unlängst in das eigene Haus eingezogen ist, 2008 vor der letzten Etappe der Sachsen-Tour-International überstreifen. "Sportlich sehr wertvoll waren für mich der Sieg auf der 1. Etappe der Solidarnosc-Tour 2009 in Polen und ein zweiter Rang auf der 5. Etappe der ,Vier Tage von Dünkirchen' 2013. Auch an den Etappensieg bei der Vuelta a Cuba im Jahr 2008 denke ich gern zurück", sagt der ehemalige Pedaleur.

Das Schönste kommt zum Schluss

Die letzten drei Jahre seiner Laufbahn fuhr der Sachse für das chinesische Team Champion System. "Ich habe in dieser Mannschaft, in der Fahrer aus verschiedene Nationen standen, viele positive Eindrücke rund um den Globus und Erfahrungen im zwischenmenschlichen Bereich gesammelt. Deshalb waren die drei Jahre bei Champion System rückblickend auch die schönste Zeit in meiner Laufbahn", macht Friedemann deutlich.



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