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Forschungszentrum für Nanostrukturen übergeben

Neubau Ein Haus der Visionen

In Chemnitz ist diese Woche ein europaweit einzigartiges Forschungszentrum an den Start gegangen: Der Neubau des "Zentrums für Materialien, Architekturen und Integration von Nanomembranen" (MAIN) an der Rosenbergstraße wurde vom sächsischen Finanzministerium an die TU Chemnitz übergeben.

Basis für neuartige Bauelemente

Der rund 34,3 Millionen Euro teure Laborbau wurde durch Bundes- und Landesmittel finanziert und bietet künftig etwa 100 Wissenschaftlern modernste Forschungs- und Arbeitsbedingungen auf 3.800 Quadratmetern. Die TU Chemnitz wird hier ihre Kompetenzen auf dem Gebiet der nanomembran-basierten Materialien, einem der modernsten Felder der Werkstoff- und Materialwissenschaften, ausbauen.

Unter dem Begriff Nanomembranen werden extrem dünne funktionale Strukturen zusammengefasst, die sich durch eine hohe mechanische Flexibilität auszeichnen. Sie bilden die Basis für neuartige Bauelemente, die bieg-, dehn- und formbar und damit extrem anpassungsfähig sind. Das führt langfristig zu völlig neuen Szenarien in der mobilen Kommunikation, der Medizin- und der Energietechnik.

Pionier auf dem Gebiet der aufgerollten Nanoröhrchen

"Die weltweite Entwicklung immer kompakterer und intelligenterer Sensor- und Kommunikationssysteme eröffnet ungeahnte Möglichkeiten für das alltägliche Leben und stimuliert visionäre Ideen, die weit über das heute Realisierbare hinausgehen. Zentrale Komponenten solcher Systeme werden künftig in MAIN erforscht", blickt Initiator Oliver G. Schmidt voraus. Er ist unter anderem Inhaber der Professur für Materialsysteme der Nanoelektronik an der TU Chemnitz.

Schmidt ist Pionier auf dem Gebiet der aufgerollten Nanoröhrchen und bewegt sich mit seiner Arbeit zwischen den Fachgebieten Physik, Chemie, Werkstoffwissenschaften, Elektronik und Mikrosystemtechnik. Für seine bisherigen herausragenden Arbeiten zur Erforschung, Herstellung und innovativen Anwendung funktioneller Nanostrukturen wurde er 2018 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ausgezeichnet.



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