Höhere Gebühren für Städtische Musikschule

Stadtrat Zum neuem Schuljahr eine Erhöhung von rund fünf Prozent

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Foto: Skynesher/Getty Images/iStockphoto

Der Stadtrat soll in seiner nächsten Sitzung am 14. Juni neue Gebühren und Entgelte für Kurse und Instrumentenleihe an der Städtischen Musikschule beschließen. Nachdem es bereits 2014 eine zirka fünfprozentige Erhöhung gegeben hatte, sollen es nach Verwaltungsangaben zum neuen Schuljahr 2017/18 erneut zirka fünf Prozent über alle Bereiche hinweg werden.

Fünf Prozent, großzügig interpretiert

Man wolle künftig in regelmäßigen Abständen maßvolle Gebührenerhöhungen vorschlagen, um einmalige große Steigerungen zu vermeiden, erklärte Kulturbürgermeister Philipp Rochold. Gleichzeitig werde zusätzliches pädagogisches Personal an die Musikschule gebunden.

Was in der Begründung der Stadtratsvorlage als "zirka fünf Prozent" beschrieben wird, ist im Regelfall aber eher mehr. Kursgebühren steigen zwischen 5,9 und 6,7 Prozent, im Falle des wöchentlichen Unterrichts in einem Ergänzungsfach sogar um acht Prozent - von 100 auf 108 Euro.

Auch bei den Ausleihentgelten für Instrumente ist die "Fünf-Prozent-Marke" eher großzügig interpretiert: In zwei Konstellationen beträgt die Entgeltsteigerung über 14 Prozent. Lediglich unter einer Voraussetzung liegt die Kostensteigerung für Instrumentenleihen unter fünf Prozent: Wenn man ein über 500 Euro teures Instrument länger als zwei Jahre ausleiht, zahlt man statt 252 Euro pro Jahr 264 Euro - 4,8 Prozent mehr.

Mindestgebühr steigt deutlich an

Sozialermäßigungen sind künftig auch schwerer zu erhalten: Betrug die Mindestgebühr für die Nutzung der Musikschule bisher 100 Euro im Jahr, liegt sie künftig bei 120 Euro: Hier bedeutet die "zirka fünfprozentige Anhebung" also einen Zuwachs um 20 Prozent. Insgesamt erhofft sich die Verwaltung mit den Gebührenerhöhungen zusätzliche Einnahmen von gut 58.000 Euro pro Unterrichtsjahr.