Im Gespräch mit Karatbars "Goldpreis auf Rekordhoch"

Karatbars zum Goldrausch: Zahlreiche Faktoren für Rekordhoch verantwortlich

Gold markiert Höchststand und zieht laut Karatbars immer wieder neue Anleger an

Gute Nachrichten für alle, die vor einigen Jahren die Entscheidung getroffen haben, in das gelbe Edelmetall Gold zu investieren. Wie jüngst unzählige Medien und Nachrichten meldeten, konnte kürzlich mit einer Notierung von über 1683 US-Dollar am 4. März ein neuer Höchststand erreicht werden, der nur von dem Kurs von vor sieben Jahren getoppt wird. Damals hatte Gold im September des Jahres 2011 zeitweilig die Marke von 1880 US-Dollar überschritten. Zurückgeführt werden kann die Kursexplosion u.a. auf die durch die Corona-Krise stark befeuerte Nachfrage nach physischem Gold. 

Jubeln können indes Anleger aus dem EU-Raum, denn der am 20. Februar 2020 erreichte Wert von über 1540 Euro entspricht einem neuen Allzeithoch. Hoch gehandelt worden war Gold zuletzt Anfang Oktober 2012, wo in der Spitze über 1379 Euro erreicht worden waren.

Dabei zieht Gold laut Harald Seiz, dem Gründer und Geschäftsführer des Goldhandel-Unternehmens Karatbars, seit Jahren immer wieder neue Anleger in seinen Bann. Das Edelmetall habe sich über Jahrzehnte einen exzellenten Ruf als Krisenschutz erarbeitet. Seiz muss es wissen, denn in der Branche gilt er als wahrer Pionier in Sachen Gold. Sein Unternehmen gründete er 2011 mit der Vision, eine goldbasierte Investition für jedermann verfügbar zu machen. Heute generiert sein Handelsunternehmen jährlich über 100 Millionen Euro Umsatz und verfügt über mehr als 820.000 Vertriebspartner auf der ganzen Welt.

Diese Faktoren sind für die hohe Nachfrage nach dem gelben Edelmetall verantwortlich

Befragt zu den Gründen des großen Andrangs auf Gold sagte der Gründer und Geschäftsführer von Karatbars: "Ich glaube, dass es sich auf jeden Fall um ein multifaktorielles Geschehen handelt. Einerseits sehen viele Leute die schon lange sinkenden Zinsen bei der Nutzung herkömmlicher Anlageformen als Motivation dafür an, nach alternativen Möglichkeiten Ausschau zu halten. Andererseits sind viele darüber empört, dass diverse Kreditinstitute mittlerweile sogar schon Negativzinsen eingeführt haben und das Ersparte immer weniger wird."

Laut dem CEO von Karatbars spielt derzeit aber auch die Angst vor einer flächendeckenden Ausbreitung des Coronavirus' eine zentrale Rolle bei der Entwicklung des Goldpreises. Demnach sei Asien für die Weltwirtschaft nicht nur in Sachen Produktion, sondern auch bei der Abnahme ein zentraler Markt, der nun aufgrund der sich ausbreitenden Krankheitsfälle in Gefahr sei. Wie problematisch das Ganze sei, ließe sich beispielsweise auch daran erkennen, dass ein Milliardenkonzern wie Apple aus denselben Gründen mittlerweile seine Quartalsprognosen deutlich nach unten korrigiert habe. Dies führe dazu, dass die Leute vermehrt an Goldshops Schlange stehen und vornehmlich physisches Gold in kleinen Stückelungen erwerben wollten.

 "Ich denke, dass darüber hinaus die Iran-Krise bzw. die Spannungen mit den USA und die damit einhergehende problematische geopolitische Lage ebenfalls eine Rolle spielen. Gleichzeitig könnte sich die US-Wirtschaft in den nächsten Monaten in Richtung Rezession verschieben. Dafür spricht zumindest, dass der Einkaufsmanagerindex im Dezember 2019 mit 47,2 Punkten auf den niedrigsten Stand seit Mitte 2009 gefallen ist", so der Geschäftsführer von Karatbars.

Investitionen in physisches Gold sind immer auch mit diversen Nachteilen verbunden

Moderne Technologien machen es möglich, dass die Vorteile von Gold mit denjenigen von Kryptowährungen verbunden werden können. Bildquelle: sulayman360

Dennoch rät der einstige Gründer von Karatbars dazu, nicht sämtliches Erspartes in Gold zu investieren. Es komme vielmehr darauf an, auf ein diversifiziertes Anlageportfolio zu achten, für das Gold eine solide Basis darstelle. Für ihn war es vor neun Jahren einer der hauptausschlaggebenden Gründe für seine Unternehmensgründung gewesen, dass jeder physisches Gold erwerben kann. Im Portfolio seiner in Stuttgart ansässige Firma Karatbars sind primär vier unterschiedliche Produkte: Gold-Cards, CashGold-Scheine, Voice Over Blockchain Protocol Smartphone IMpulse K1 und WHIM Laptop. Die Gold-Cards und CashGold-Scheine sind dafür da, selbst kleinste Mengen von Gold für Anleger attraktiv zu machen. Sie ähneln Kreditkarten bzw. regulären Geldscheinen und haben einen Miniatur-Goldbarren mit einem Gewicht von einem Gramm-Bruchteil bis fünf Gramm integriert. Die Karten und Scheine eignen sich damit nicht nur für Zahlungen im Alltag, sondern ebenso als langfristiges Investment. 

"Das Faszinierende an Gold ist, dass es inflationsgeschützt ist und selbst dann seinen Wert behalten kann, wenn ein ganzes Währungssystem auseinanderbricht. Es war aber an der Zeit, die immanenten Nachteile durch die Einbindung der Vorteile neuer Technologien wie Blockchain und Co. zu eliminieren", so der CEO von Karatbars.

Experten rechnen auch weiterhin mit einem anhaltenden Höhenflug des Edelmetalls

Was die Zukunft anbelangt, rechnen Experten nach derzeitigem Stand der Dinge weiterhin mit steigenden Goldpreisen. Dies liege unter anderem daran, dass die Preise bereits seit Anfang des Jahres 2019 stark steigen. Im Jahresvergleich liegt Gold rund 19% im Plus und profitiert dabei auch vom sogenannten Wechselkurseffekt. 

Der Dollar ist momentan stark und hat dadurch den Euro umgerechnet teurer werden lassen. Gleichzeitig haben darauf nicht nur die Privatanleger, sondern ebenso die Zentralbanken im zurückliegenden Jahr reagiert und ihre Goldbestände um 600 Tonnen angehoben. Deutschland hat im weltweiten Vergleich laut Medienberichten mit 3667 Tonnen die zweithöchsten Goldvorräte gebunkert. Den ersten Platz markiert die amerikanische Notenbank Fed mit 8134 Tonnen.

"Mich würde es nicht wundern, wenn Gold im Jahr 2020 zeitnah die Marke von 2000 US-Dollar knacken würde. Sämtliche preistreibende Faktoren sind eher langfristiger statt kurzfristiger Natur, was auch sehr gut an dem Aufwärtstrend deutlich wird, der sich im Grunde genommen schon Anfang Oktober 2018 entwickelt hat", so Herr Seiz weiter. Dennoch sollten Anleger laut Harald Seiz die Volatilität von Gold im Auge behalten, die unter anderem auf schon erfolgte Gewinnmitnahmen zurückzuführen ist.