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Im Regen stehenbleiben ist auch keine Lösung

Was soll man als Privatanleger denn tun, wenn die Zinsen schon lange so niedrig sind wie heute?

Festverzinsliche Wertpapiere sind ein Verlustgeschäft - insbesondere dann, wenn man hierzu die Inflation betrachtet. Keine Reserve zu bilden, ist aber ganz sicher auch keine gute Idee. Eine solche Reserve will dabei sinnvoll veranlagt werden. Auch bei niedrigen Zinsen gibt es dafür Möglichkeiten.

Eine erste Aufteilung der Reserve

Gibt es bereits absehbare finanzielle Verpflichtungen, die abgedeckt werden müssen? Ein Teil der Reserve sollte als Absicherung gegen einen Einkommensverlust von einigen Monaten oder einen vergleichbaren Aufwand zur Verfügung stehen. Für diesen steht die erzielbare Rendite nicht im Vordergrund, sondern die Liquidität. Eine Möglichkeit zur Veranlagung ist ein traditionelles Sparbuch.
Das restliche Kapital steht dann für eine langfristige und möglichst profitable Anlage zur Verfügung. Für diesen Teil der Reserve steht die Rendite im Vordergrund.

Zinsen und Inflation

Im derzeitigen Umfeld sind die Zinsen von mehreren Notenbanken bereits angehoben worden. Man möchte meinen, dass das gute Neuigkeiten für Anleger sein sollten. Zu berücksichtigen ist aber, dass die Zinsanhebungen hauptsächlich eine Reaktion auf die bereits stark steigende Inflation ist. Trotzdem werden die Zinsen nur so weit angehoben, wie das zu diesem Zweck unbedingt erforderlich ist.
Die Rendite festverzinslicher Wertpapiere wird also bis auf absehbare Zeit negativ bleiben. Solche Wertpapiere werfen also nicht nur keinen Ertrag ab, sie erwirtschaften nicht einmal den Wertverlust durch die Inflation.
Als Reaktion auf die Finanzkrise wurde mit der sogenannten quantitativen Lockerung und mit Aufkaufen von Staatsanleihen durch die Notenbanken die Geldmenge signifikant erhöht. Die Menge der Realwerte ist aber gleich geblieben oder höchstens mit dem Wirtschaftswachstum gestiegen. Für den Anleger ergibt sich aus diesen Überlegungen, dass seine Kapitalanlage auf Sachwerte aufgebaut werden muss.

Realwerte als Anlageklasse

Als Beispiel für solche Realwerte kann man Sammlerobjekte in hoher Qualität und mit einem Gebrauchswert betrachten. Ist ihr Volumen und Gewicht gering und sind sie einfach zu lagern, eignen sie sich als Geldanlage. Zu solchen Objekten gehören Uhren, die nur in geringer Stückzahl hergestellt wurden. Die Rolex Submariner ist bereits Rarität und wird mit ihrem Seltenheitswert mindestens mit der Inflation Schritt halten. Andere für eine solche Geldanlage geeigneten Objekte sind Münzen aus Edelmetall, Schmuckstücke, Diamanten mit Echtheitszertifikat oder auch edle, haltbare alkoholische Getränke wie Whisky. Ganz allgemein gilt für solche Investitionen, dass man sich zuerst interessieren und informieren sollte. Erst dann sollte es zum tatsächlichen Investieren kommen. Ohne ausreichende Sachkenntnis im jeweiligen Bereich läuft man in Gefahr, zum Opfer für unseriöse Händler zu werden, die diese Sachkenntnis besitzen.

Aktien im Niedrigzinsumfeld

Vor Aktien als Anlage empfinden viele Scheu, die aber keineswegs gerechtfertigt ist. Aktien stellen Sachwerte dar, denn sie verbriefen das Eigentum an einem Anteil eines Unternehmens. Der Kursgewinn ist eine Möglichkeit, mit Aktien Geld zu verdienen. Mit Aktien lassen sich aber auch regelmäßige und relativ stabile Renditen erzielen. Es gibt eine größere Auswahl an Aktiengesellschaften, die schon Jahrzehnte jedes Jahr eine Dividende oder Gewinnbeteiligung an ihre Aktionäre ausschütten. Diversifiziert man dann noch unter diesen Aktien, wird die jährliche Ausschüttung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Realität. Diese Diversifizierung lässt sich auch ganz einfach mit dem Erwerb eines auf Dividendenaktien spezialisierten ETF umsetzen. Sollten die meisten dieser Dividendenstars ihre Ausschüttungen einstellen, hat man wahrscheinlich ohnehin größere Probleme als einen zu geringen Ertrag der eigenen Wertpapiere. Weiter Informationen über eine sinnvolle Struktur eines Wertpapierdepots lassen sich einfach finden. Eine Rendite gibt es nicht einfach so, eine gewisse Aufmerksamkeit für die eigenen Investitionen ist erforderlich.

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