Ist die Digitalisierung eine Herausforderung?

Dialog Fachtagung von VDMA Ost und IG Metall

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Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall in Berlin, Brandenburg und Sachsen.Foto: IG Metall BBS

Die digitalisierte und vernetzte Produktion wird nicht nur die Wirtschaftsabläufe und Produktionsprozesse effizienter gestalten, sondern auch die Arbeitswelt und Unternehmenskultur nachhaltig verändern. Wie sich die Digitalisierung auf Arbeitsplätze und die Beschäftigten auswirken wird, zeigte kürzlich die Fachtagung Arbeitswelten 4.0 des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) Ost und der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen. Auch in der Fabrik der Zukunft werde und müsse der Mensch im Mittelpunkt stehen. Darin waren sich Industrie und Gewerkschaften einig. Allerdings werden sich die Kernanforderungen verändern.

Kein allgemeingültiger Ansatz für neue Arbeitswelten

Für Soziologin Sabine Pfeiffer ist deshalb die entscheidende Frage, ob die Beschäftigten in den Unternehmen ausreichend Qualifikationen für die Gestaltung von Industrie 4.0 mitbringen. "Gefragt sind sowohl Fachkompetenzen als auch Querkompetenzen wie die Fähigkeit zu interdisziplinärem Arbeiten und der Umgang mit Big Data und Datenschutz", erklärte die Professorin der Universität Hohenheim. Einen allgemeingültigen Ansatz für die neuen Arbeitswelten gebe es indes nicht. Vielmehr müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf betrieblicher Ebene gemeinsam unternehmensspezifisch passende Lösungen und Konzepte finden. "Dabei ist ein notwendiger Rahmen gesetzlicher und tariflicher Regelungen unverzichtbar. Die Chancen von Produktivität und Zufriedenheit der Beschäftigten werden sich nicht von allein realisieren", sagte Olivier Höbel, IG Metall Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen.