Kitas und Schulen im Fokus

Stadtrat Neubauten und mobile Klassenzimmer beschlossen

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Foto: kali9/Getty Images

Zur Stadtratssitzung vergangene Woche galt den Chemnitzer Kitas und Grundschulen besonderes Augenmerk. So beschloss der Stadtrat, für die Errichtung mobiler Unterrichtsräume am Standort der Jan-Amos-Comenius-Grundschule rund 1,94 Millionen Euro bereitzustellen. Die mobilen Klassenräume, die in einer zweigeschossigen Containeranlage untergebracht sind, sollen als Auslagerungsort für die Heinrich-Heine-Grundschule dienen. Diese wird ab August 2019 in einem Zeitraum von zwei Jahren saniert.

Das zunächst als Ausweichobjekt vorgesehene Gebäude Philipp-straße 20 wird inzwischen als Interimsstandort für Oberschulen ab dem Schuljahr 2018/19 benötigt. Zudem wurde für die Grundschule Rabenstein die Errichtung eines Nebengebäudes mit Hackschnitzelanlage für die Betreibung einer Hackschnitzelheizung beschlossen. Aus Gründen der Brandschutzverordnung und der Kapazität könne eine solche Anlage nicht im bestehenden Schulgebäude untergebracht werden. Die Kosten betragen rund 341.000 Euro. Baubeginn ist im August 2018.

100 neue Kita-Plätze ab 1. September

Für Horte und Schulen sollen im laufenden Haushaltsjahr zusätzliche finanzielle Mittel in Höhe von rund 500.000 für einen Mehrbedarf an Ausstattung bereitgestellt werden. Grund: Durch die höhere Anzahl an Schülern sei mehr Raumbedarf erforderlich. Bevor neue Schulgebäude entstehen, sei in der Übergangszeit eine Doppelnutzung von Klassenzimmern und Horträumen in Grundschulen eine praktikable Alternative. Rund 50 doppeltgenutzte Räume sollen mit flexiblen und mobilen Möbeln ausgestattet werden. Zudem sei vorgesehen, an einigen Schulen kurzfristig weitere Klassenräume einzurichten.

Im Kita-Bereich wurde durch den Stadtrat der Neubau einer Kindertagesstätte im Stadtteil Altendorf durch die Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft eG auf den Weg gebracht. Am 1. September 2019 sollen 100 Plätze für Krippen- und Kindergartenkinder bereit stehen. Die neue Kindertagesseinrichtung wird an der Zinzendorfstraße als eine Integrativeinrichtung mit barrierefreiemZugang gebaut und durch den Träger der freien Jugendhilfe SFZ Förderzentren gGmbH betrieben. Die Kosten belaufen sich auf 2,7 Millionen Euro.