Kulturausschuss kürzt Zuwendungen

Kultur Verein "Kunst für Chemnitz" ist von Maßnahmen betroffen

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Der Künstler Thomas Ranft hat Sorge um die Zukunft seines Vereins. Foto: Andreas Seidel/Archiv

Werke des Chemnitzer Fotografen Dieter Wuschanski sind seit gestern in der neuen Ausstellung in der Heck-Art-Galerie zu sehen. Unter dem Titel "Heroes and Holys" werden in atmosphärischen Bildern in schwarz/weiß Helden ausgestellt - vom Feuerwehrmann, der Leben rettet, bis hin zum Fußballer, der sich durch sportliche Leistung verdient macht. Die Ausstellung hat der Verein Kunst für Chemnitz organisiert.

Weniger Geld macht Verantwortlichen zu schaffen

Fünf derartige Schauen pro Jahr stellt er auf die Beine. "Und viel mehr werden wir in Zukunft auch nicht machen können", sagt Thomas Ranft, der Vereinsvorsitzende. Denn: der Kulturausschuss hat der 20 Mitglieder starken Gemeinschaft die Mittel für dieses Jahr gekürzt. 15.000 Euro hatte der Verein beantragt, doch der Beirat gab die Empfehlung, nur ein Drittel davon zur Verfügung zu stellen.

"Wir sind damit der einzige Verein, der minus macht. Das ist beschämend für eine Stadt, die Kulturhauptstadt werden will", so Thomas Ranft. Die Konsequenz könnte nun im schlimmsten Fall das Vereinsende bedeuten. Kommende Woche soll es eine Mitgliederversammlung dazu geben. Allein die Räume für die Galerie im Heck-Art-Haus kosten die Kunstgemeinschaft nach eigenen Angaben über 8.000 Euro im Jahr.

Arbeit des Vereins wird eingeschränkt

Ausstellungen wie die aktuelle seien nur durch den Freundeskreis des Vereins, dem 25 Personen angehören, möglich. Thomas Ranft, der den Kunstverein 1994 gründete, versteht die Welt nicht mehr. Schon die letzten zwei Jahre seien durch Sanierung im Heck-Art-Haus schwierig gewesen. Gern wolle der Verein mehr auf die Beine stellen. "Aber von welchen Mitteln?", fragt Ranft.

Seit der Gründung hätten er und die anderen Mitglieder sich für Kunst in Chemnitz stark gemacht und Chemnitz auch nach außen repräsentiert - etwa bei Reisen nach Mulhouse, Basel, Prag oder New York. Dass der Kulturbeirat nun derartig drastische Kürzungen forderte, sei für Thomas Ranft schlicht eine Frechheit.