Kulturhauptstadt: Die Stadt denkt - Ergebnis offen

Bewerbung In Experten-Workshops wird versucht, der beste Kandidat zu werden

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Das Karl-Marx-Denkmal in Chemnitz. Foto: bl

Seit der Stadtrat die Bewerbung um den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt 2025 beschlossen hat, ist einiges passiert: Kultur-Botschafter wurden bestimmt, ein Sofa tourt zu den großen Stadt-Ereignissen, ein Freundes-Verein ist gegründet.

Nicht alles, was passiert, wird auch öffentlich: Regelmäßig treffen sich Programm-Runden, Stadt-Vertreter nehmen an Konferenzen für alle Kandidaten teil oder laden Experten zu Workshops ein. Die Arbeitsgruppen wollen vor allem das sogenannte Bieter-Buch erstellen - gut 80 Seiten Papier, die Chemnitz am Ende aus den Bewerberstädten herausheben sollen.

Viele Fragen und kaum konkrete Antworten

Wenn die Stadt nach solchen Experten-Workshops zu Pressekonferenzen einlädt, ist die Neugierde der Journalisten naturgemäß groß. Wo wird etwas gebaut für die Kulturhauptstadt? Wie fließen der Chemnitz-Fluss, der Sonnenberg, der Tierpark oder das Eisenbahnmuseum in die Bewerbung ein? Was macht uns besser als andere Kandidaten?

Die Antworten sind meist deutlich weniger konkret als die Fragen. Es gibt ein paar aufbauende Worte der Experten wie diese Woche von der österreichischen Professorin Elisabeth Leitner: "Man spürt die Aufregung. Die Stadt ist lebendig." Und weitläufige Antworten der städtischen Verantwortungsträger: Was lernen wir aus der Vorbereitung des Stadtjubiläums? Ferenc Csak, verantwortlich für die Bewerbung: "Dass wir es schaffen können, viele Akteure einzubinden. Und dass wir Projekte ganz anders handeln müssen als früher. Wobei das keine Kritik der bisherigen Verwaltung ist."

Kulturhauptstadtbüro kommt am 18. Juli

Es ist, als ließe sich die Stadt beim Denken zuschauen. Die Nachricht für diesmal also: Die Stadt denkt. Ergebnis offen. Am 18. Juli wird es konkreter: Da eröffnet das Kulturhauptstadt-Büro auf dem Rosenhof.