Kulturhauptstadtprojekt: Jeder kann sich einbringen

Bewerbung Chemnitz will 2025 Kulturhauptstadt werden

Im März hat es der Stadtrat offiziell beschlossen, bis Ende September muss die Stadt bei der Kulturstiftung der Länder ihre Bewerbung abgeben: Chemnitz will Kulturhauptstadt 2025 werden. Unter dem Motto "AUFbrüche. Opening minds, creating spaces" soll verdeutlicht werden, dass hier in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder Brüche und Widersprüche, anschließend wieder Aufbrüche erlebt wurden. Aus Sicht der Oberbürgermeisterin sei die Bewerbung zur Kulturhauptstadt nicht nur wichtig, um die Stadt Chemnitz auf der Landkarte Europas noch sichtbarer zu machen. "Sie ist auch eine einmalige Chance, um das Selbstwertgefühl der Chemnitzer Bürger zu stärken", sagte sie. Und alle, die heute dem Projekt Kulturhauptstadt 2025 noch skeptisch gegenüber stehen, würden sehen, welcher unglaubliche Schub damit verbunden ist, so Ludwig weiter. "Das Ganze bringt uns wesentlich mehr, als es kostet", sagte sie. Projektleiter Ferenc Csàk ergänzte, dass auch immer wieder darauf hingewiesen werden müsste, dass es sich nicht um die Bewerbung zu einer Kunst- sondern einer Kulturhauptstadt handle.

Als einen Meilenstein auf dem Weg der Bewerbung zur Kulturhauptstadt bezeichnete Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig im Februar den neu gegründeten Klub 2025. Unter dem Motto "Kultur braucht Wirtschaft - Wirtschaft braucht Kultur" haben sich Unternehmen, Banken, die IHK, die Handwerkskammer und die CWE zu einer Initiative zusammengeschlossen, um Firmen zu animieren, sich finanziell für das Kulturangebot der Stadt zu engagieren. Die Gelder werden vom Klub gesammelt und investiert.

Einbringen kann sich in das Projekt Kulturhauptstadt jeder: Ob Theaterprojekt, Musikveranstaltung, kreativer Workshop oder Themenpodium - die breite Stadtgesellschaft ist angesprochen, neue Formen der Kommunikation und des gesellschaftlichen Miteinanders entstehen zu lassen.