Licht an: Schornstein wird zum Leuchtturm

Eins Energie Neue LED-Beleuchtung wird deutlich billiger

Foto: Harry Härtel/Haertelpress

Er ist das höchste Bauwerk Sachsens und mit seinen rund 302 Metern Höhe stadtbildprägend - erst recht seit seinem bunten Anstrich vor mehr als drei Jahren. Jetzt soll der "Lulatsch" auch in den Abend- und Nachtstunden ein Highlight werden.

Dafür testete der Versorger "eins" am Dienstagabend eine Variante zur Beleuchtung des Schornsteins seines Heizkraftwerks Chemnitz und beleuchtete mittels LED-Strahler das Bauwerk bis zu einer Höhe von rund einhundert Metern. Die Strahler in der jeweils passenden Farbe wurden zuvor auf den ringförmigen Balkonen angebracht.

Wie "eins" mitteilt, fließen die Testergebnisse in ein Lichtgutachten ein. Es ist geplant, die neue Schornsteinbeleuchtung in diesem Jahr zu montieren. Die Kosten für die neue Art der LED-Beleuchtung stehen noch nicht fest, sind aber deutlich geringer als die Kosten der ursprünglichen Beleuchtung. Die ursprüngliche Beleuchtungsvariante mit zwei je 450 Meter langen LED-Ketten werde nicht weiter vorangetrieben.

Neue LEDs sind witterungsresistent

Hintergrund: Bereits mit der Schornsteinsanierung und der Bemalung durch den französischen Künstler Daniel Buren war 2014 geplant, das Bauwerk auch nachts zu beleuchten. Dafür sollten sich zwei Ketten aus 1.200 einzeln ansteuerbaren LEDs um den Schornstein winden. Nach einem Testlauf stellte sich allerdings heraus, dass die LED-Technik den Witterungseinflüssen nicht gewachsen war.